ZG bei Kindern

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Marika
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ZG bei Kindern

Beitrag von Marika » 24:03:2015 9:50

Hallo ihr Lieben,

bei uns gibt's was Neues zu berichten. Vor kurzem haben wir ja unseren Sohn (fast 10) "aufgeklärt", da er konkret gefragt hat und natürlich auch in der Schule div. gehört hatte. Seither "denkt es ihm im Kopf" wie er es selber nennt. Mit ein bissl Schmerz im Herzen habe ich gleich erkannt, dass es sich um klassische Inhalte von ZG handelt, allerdings hat ihn der Zwang dahinter noch nicht gepackt, klopft aber an. Genau in dem Alter fing es bei mir auch an, nur hatte ich niemanden zum Reden - und das tut er Gott sei Dank - er vertraut sich in vollem Maße mir an, mit ganzem Inhalt seiner Gedanken. Ich habe ihm schon viel erklären können (auch die Gummiband Methode um das Handgelenk - die mag er gerne und sie hilft ihm den Gedanken als "absurd" zu erkennen).

Ich habe das Gefühl, dass ich jetzt sehr aufpassen muss, dass ich "alles richtig" mache, aber ich glaube das tu ich. Er hat glaube ich meine Gehirnwindungen geerbt... :wink:, dazu meine Persönlichkeitsstruktur und neigt daher "zum denken". 8) Ist ja eigentlich gut, nur halt nicht all zu viel davon wäre super.... :roll: :wink:

An ihm sehe ich jetzt deutlich mich selber in dem Alter, aber die Umstände und Voraussetzungen sind absolut anders, viel besser und meiner Meinung nach sehr günstig, um aus diesen normalen Gedanken den Zwang raus zu nehmen. Die Geschichte wiederholt sich, aber ich bin überzeugt, sie wird einen anderen Ausgang nehmen. Und: ich gebe mir nicht irgendeine "Schuld" dass er so denkt wie ich, das hätte ich früher sicher getan und wäre mega traurig gewesen. Er hat meine Gene (die sind ja eigentlich schon toll.... :wink: ) und hat die Möglichkeit aus dieser Wesensstruktur etwas Tolles zu machen - etwas was ich erst jetzt geschafft habe. Und ich kann ihm dabei helfen, weil ich zu 100 % weiß, wie er fühlt und denkt.... :idea: Genau das hatte ich in meiner Kindheit nicht und bin glaub ich meinem Grundauslöser sehr nahe.

Eigentlich ist das fast ein Sinnlos Posting und eine Selbstbeweihräucherung, aber irgendwie hatte ich das Bedürfnis es hier auf zu schreiben.
Liebe Grüße von
Marika

Diagnose:
schwere PPD 2005
heute völlig beschwerdefrei mit 10 mg Cipralex

ubure

Re: ZG bei Kindern

Beitrag von ubure » 24:03:2015 11:02

Liebe Marika,

wenn es um meine Kinder geht, bin ich nach wie vor stark gefährdet, meinen Gedanken und Ängsten zuzuhören, das fordert dann meine ganze Konzentration. Insofern kann ich sehr gut verstehen, wie es Dir geht.
Ich wollte Dir nur was mitgeben: die Gene alleine sind nicht ausschlaggebend. Weißt Du, was Epigenetik ist? Kurz zusammen gefasst: es wird viel mehr von außen bestimmt, ob Gene aktiviert werden oder nicht. Vielleicht sehe ich das falsch, aber ich würde das Thema nicht zu sehr beleuchten (damit meine ich natürlich nicht, es zu ignorieren, Du weißt sicher,was ich meine). Natürlich ist es immer gut, wenn Kinder Strategien vermittelt bekommen, mit denen sie Stress (und auch so etwas wie ZG) begegnen können, aber ich würde heute wesentlich mehr Gewicht darauf legen, den Kindern beizubringen, wie man ein fröhliches, glückliches Leben lebt (aber dazu gehört natürlich auch, solche Gedanken entsprechend zu behandeln, wie Du es tust). Dazu gehört für mich auch meine Wortwahl, und was ich den Kindern vorlebe. Erfordert viel Aufmerksamkeit, aber ist auch für mich selber gut.

Ich denke, Ihr macht das schon! :D

Ich hatte erst vor zwei Tagen mächtig Bammel (genau bei sowas meldet sich meine Amygdala ganz massiv, aber ich konnte sie wieder beruhigen, hab ihr über den Kopf gestreichelt, auch wenne s eine Weile gedauert hat :wink: ), als mein Kleiner mir erzählt hat, dass ihn der Tod beschäftigt (wir hatten vor Kurzem einen tragischen Todesfall im Freundeskreis, ein 24-Jähriger ist beim Skifahren in Salzburg ums Leben gekommen, kurz vor Weihnachten, ging eh durch die Zeitungen. Das hat ihn sehr aufgewühlt, alle seine Helden und Vorbilder, die großen Fußballer in seinem Verein, weinend und trauernd, und seine eigenen Eltern weinend und trauernd. Das kannt er bisher nicht.), aber es war ein gutes Gespräch, auch normal für sein Alter, und ich denke, ich konnte ihm ein paar Gedanken mitgeben, mit denen er arbeiten kann.
Ich kann mich auch erinnnern, dass ich als 11-12Jährige damals ein, zweimal Stimmen gehört hab. Mich hat das nur genervt, aber meiner Mama eine Höllenangst eingejagt (was sie mir erst viel später erzählt hat). Ich war damals komplett überfordert mit allen möglichen Aktivitäten, den vielen Streitereien meiner Eltern, Schule....aber ich glaube, es war genau richtig, dass meine Mama damals vordergründig nicht groß darauf reagiert hat. Es war schnell wieder vorbei. Der dauernde Stress aber hat seinen Tribut gefordert, später dann.
Wir versuchen, unseren Kindern ein balanciertes Leben zu bieten, mit angemessenem Stress, und haben aufgehört "sweating the small shit", wie es die Amis so schön sagen. Viel Lachen und Spaß gehört dazu, klar. Ich hab natürlich auch Angst, das sich den Kindern was vererbt habe, aber ich denke, man kann viel steuern.

Graureiherin
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Re: ZG bei Kindern

Beitrag von Graureiherin » 24:03:2015 18:32

Liebe Marika,

vielleicht ist das für uns Zwängler wieder typisch: oh, ich merke... ich denke, dass ist nun so und so..., jetzt muss ich das und das tun..., ich muss so handeln... , nichts falsch machen etc. etc.

Ich denke, ein gelassenes Beobachten wird ausreichen. Ich kann mir gut vorstellen, dass viele Kinder in diesem Alter eben solche Gedanken haben. Sprich, solche Gedanken sind ganz normal. Ich habe mich gefragt, ob die Gummibandmethode überhaupt nötig ist (oder ob das zeigen dieser Methode an sich schon eine Überbewertung dieser Gedanken darstellt...)... aber ich will Dich in keinem Fall verunsichern und solange er die Methode mag, ist es auch OK.

Für die Entstehung einer Zwangserkrankung müssen ja verschiedene Faktoren (unglücklich) zusammenkommen. Klar geht bei uns Eltern die Alarmstufe auf dunkelrot, aber wie Du schreibst: Dein Sohn hat ganz viele andere Voraussetzungen/Umstände. Die Ähnlichkeit zu Dir ist lediglich ein Faktor und dieser eine Faktor heißt noch lange nicht, dass er tatsächlich gefährdet ist eine Zwangserkrankung zu entwickeln.

Aber Du bist so umsichtig und sensibel, ich vertraue Dir vollkommen, dass Du das richtige Maß zur richtigen Zeit findest.

mit lieben Grüßen an Dich

die Graureiherin
postpartale Zwangserkrankung 10/2012
Cipralex bis 2014
Rückschlag 2015, wieder Escitalopram bis 15mg
seit Mai 2016 Escitalopram 10 mg
seit Juni 2017 6 mg Escitalopram
Verhaltens- und Gesprächstherapie

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Marika
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Re: ZG bei Kindern

Beitrag von Marika » 24:03:2015 22:12

Hallo ihr treuen Seelen,

vielen Dank für eure Gedanken und Anregungen. Ihr habt recht: Ich darf es nicht überbewerten, das ist wohl die Gratwanderung die sich anfühlt "alles richtig machen zu müssen". :wink:

@Ubure: Es tut mir sehr leid, dass ihr so einen Verlust verkraften musstet. Dass sich dein Kleiner dann mit dem Tod beschäftigt ist sehr normal, wenn auch schmerzhaft. Ich kann gut verstehen, dass dich das verunsichert hat, ist mir vor ein paar Jahren auch so ähnlich gegangen, als der Tod Thema war. Auf der anderen Seite kann man es so sehen, dass sie lernen mit dem Leben um zu gehen, da gehört leider auch der Tod dazu und das macht auch Angst. Ich kann dich total verstehen. Wie geht ihr jetzt mittlerweile damit um?

@"Vögelchen" :wink: : Das Gummiband ... ja.... er hatte mich gefragt, was er tun muss, um nicht mehr an etwas bestimmtes zu denken. Ich habe ihm dann erklärt dass man alles denken darf, nur dass es auch Gedanken gibt, die unwichtig sind und die man dann ruhig loslassen darf. Um die besser zu erkennen, hab ich ihm den Gummibandtrick gezeigt. 8) Hat ihm gefallen und gleich mal für einen Lachanfall gesorgt. Selbstironie scheint uns beiden anscheinend Gott sei Dank gegeben.... :lol: Wir nennen uns eh gegenseitig zärtlicher Weise "Monk" (ihr wisst schon "Adrian Monk"... :lol: ) Aber du hast recht - wie auch Ubure - nicht überbewerten, aber auch nicht ignorieren. Na, da hab ich dann mal ne Aufgabe... :wink:

Danke euch, tut einfach gut verstanden zu werden!
Liebe Grüße von
Marika

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ubure

Re: ZG bei Kindern

Beitrag von ubure » 24:03:2015 23:09

Ich finde, Du hast das gut gelöst. Dein Kind kennt Monk? Und mag den? Puuuh, das wäre nichts für mich, aber ich darf gar nichts sagen, mein Kleiner liebt so Sendungen wie "Achtung Kontrolle" und "Verklag mich doch", ich muss höllsich aufpassen, dass er davon nciht zuviel sieht, so ein Schwachsinn :twisted:

Was den Tod unseres Freundes angeht: ich denke, er denkt manchmal an ihn, er hat mir auch gesagt, dass er sich schon gefragt hat, wie es jetzt so in der Familie ist, wie die darüber denken. Mir geht es ja selber so. Ich war letztens das erste Mal seit der Beerdigung (die war am Vormittag des 24. Dezember...) wieder am Grab, und es ist noch genau so unwirklich wie seit seinem Todestag. Am Tag, als es passiert ist, sollte die große Weihnachtsfeier unseres Sportvereins sein. Alles war schon da, absagen konnte man nicht mehr, deshalb haben wir nur das Minimalprogramm abgeleistet; die meisten sind dann heim gegangen, nur eben sie Fußballer nicht. Wir sind noch lange zusammen gesessen, haben geweint, haben gelacht, und es war gut so. In der Gemeinschaft war das alles leichter zu ertragen. Und die Kinder haben das mitbekommen und deshalb war es für sie wohl auch nicht so ein Hammer. Insgesamt scheint das Thema einfach dran gewesen zu sein, zumal sie auch im Religionsunterricht darüber gesprochen haben und dann eben die Geschichte mit unserem Freund. Er grübelt nicht ständig drüber, soviel steht fest und damit ist es gut.

Jemand hat erst heute zu mir gesagt, dass die äußeren Einflüsse Angst & Co. bringen oder zerbrechen, und daran sollte man sich orientieren. Wir sollten unsere Kinder ermutigen, sie schwierige Situationen bewältigen lassen, sie motivieren, ihnen Flügel geben. Nicht klein halten, nicht überbeschützen, nicht zuviel kritisieren, und - auch wenn das manche anders sehen mögen - ihnen nicht zuviel (oder einfach gar nichts) von unseren eigenen Problemen erzählen oder sie mitbekommen lassen. Klar, im Leben gibt's Probleme, aber das sind "normale" Probleme und nicht die übersteigerten, die wir so haben. Denn so überträgt man genau das, was man vermeiden möchte.

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Re: ZG bei Kindern

Beitrag von Marika » 25:03:2015 8:52

Hallo,

ja, er liebt den Monk, weil er liebenswert "verrückt" und doch absolut genial ist. Ich mag ihn auch total gerne, wir schauen ihn also gemeinsam. :oops:

Das Thema Tod ist sicher das schwerste im Leben. Man verliert einen geliebten Menschen und wird auch an die eigene Endlichkeit erinnert. Beides ganz schmerzhafte Gefühle. Der aktuelle Flugzeugabsturz über Frankreich hat mich sehr bewegt, auch wenn ich niemanden kenne.

Mit den eigenen Problemen halten wir es so, dass wir wenn er fragt auch Antworten bekommt. Mich hat als Kind sehr negativ geprägt, dass oft mitbekommen habe, wie die Erwachsenen "getuschelt" haben über ein Thema, dass "mich nichts anging" - so habe ich mir meine eigenen Geschichten zusammen gereimt - und die waren meist nicht schön.

Eines werde ich nie vergessen: meine Oma lag im sterben daheim in ihrem Schlafzimmer. Die Familie war versammelt, nur ich als Achtjährige wurde ins Wohnzimmer geschickt, weil "das nichts für mich ist". Nur leider hörte ich sie durch die Wand ständig stöhnen... ich war alleine, konnte sie leiden hören.... noch heute sehe ich jedes Detail und kann sie hören.... :shock: Sie hatte Krebs und ständig Blutungen im Unterleib. Mir wurde gesagt sie hätte Nasenbluten. Was glaubst du passiert jedes Mal, wenn man Sohn mal Nasenbluten hat? Kurze absolute Panik - noch heute, aber mittlerweile kann ich das "Alarmsystem" sehr schnell runter fahren. :shock:
Zuletzt geändert von Marika am 25:03:2015 10:03, insgesamt 1-mal geändert.
Liebe Grüße von
Marika

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ubure

Re: ZG bei Kindern

Beitrag von ubure » 25:03:2015 9:31

Jaja, die Trigger...aber die kann man ja doch in Schach halten. So Sachen wie jetzt die Flugzeugkatastrophe finde ich natürlich auch schlimm, aber ich mach es nicht zu meinem.

Wenn die Kids mich gefragt hätten, würde ich Ihnen eine Erklärung geben, wenn auch eine unspektakuläre. Ansonsten haben sie nichts mitbekommen, da war ja auch nichts zum Mitbekommen. Ich hatte das immer gut im Griff und bin dankbar dafür. Ich bin sowieso lieber die Ulknudel oder peinliche Mum, das kann ich gut.

Na, dann schaut nur den Monk, ich brauch auch meine Comedies, auch wenn ich sie oft schon gefühlte 100mal gesehen habe. Charly Harper, Doug Heffernan und Barney Stinson kommen bei mir nie aus der Mode, und der Kleine mag das auch (naja, er ist ja auch schon fast 12), der Große schaut kaum fern, der muss What's App am Laufen halten.

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Re: ZG bei Kindern

Beitrag von Marika » 25:03:2015 10:17

Ich kann mich nicht gut verstellen, mir merkt man gleich mal an, wenn mich was wurmt. Dann rück ich auch raus, wenn er mal fragt, natürlich in kindgerechten Happen. Wobei das nicht die großen "Probleme" sind, sondern Alltägliches - mehr oder weniger. Dazu merkt mein Sohn die kleinsten Stimmungsschwankungen von uns und will dann meist gleich wissen, was Sache ist. Er ist daneben aber sehr Lebenslustig, hat Humor, lacht ganz viel. Den Flugzeugabsturz hat er auch mitbekommen, aber im Gegensatz zu mir hat es ihn nicht so berührt. Sind wir also doch verschieden! :wink:

Sein Statement: "Mama, da kann man jetzt auch nichts mehr machen, sei froh, dass wir nicht drin saßen."
Liebe Grüße von
Marika

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ubure

Re: ZG bei Kindern

Beitrag von ubure » 25:03:2015 10:33

Die Kinder sind da meist etwas pragmatischer als wir verwurschtelten Hirne, ist auch gut so. Hat er doch ganz richtig gesagt, Dein kleiner Mann!

Mir geht es für mich persönlich darum, nicht mehr so wie früher zu sein, sich wegen jedem Schmarrn ewig lang aufregen, nicht immer gleich überall den Supergau zu sehen, nicht gewohnheitsmäßig rumzujammern (wie das ja viele tun), sondern das bewusst zu ändern. Das hat mir letztendlich die Angstproblemtik eingebrockt (hausgemacht, natürlich). Aber gerade da leistet die Achtsamkeit so gute Dienste. Mir tut das gut, udn der ganezn Familie tut das gut, und ich kann vielleicht auch den Kindern jetzt schon etwas mitgeben, das sie vielleicht ihr Lebenlang positiv begleitet.

Was die Kinder nicht mitgekriegt haben, waren irgendwelche Angstausbrüche oder Weintiraden von mir. Ich wollte nicht, dass sie das sehen und deshalb hab ich's nicht gemacht. Das hat auch früher schon ein Stück weit mit sich-nicht-dem- Selbstmitleid-ergeben zu tun gehabt, auch wenn ich das nicht als solches erkannt hatte. Denn ganz oft ist es so, dass man sich angesichts der schlimmen Gefühle selber leid tut und sich weiter hineinsteigert. Nicht gut.

Normalen Zoff haben sie auch mitbekommen, das hat sie dann aber herzlich wenig interessiert. Wobei mein Mann dun ich herzlich wenig streiten und gestritten haben. Ist das mal der Fall, hören sie shcon hinl, das sind sie nicht gewohnt. Aber5 alles in allem hat sich in den letzten 5-7 Jahren so viel verändert und ich würde meinen, zum Positiven hin. Ist doch schön, wenn man sieht, wie man auch als Erwachsener immer weiter wachsen kann.

LG

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Re: ZG bei Kindern

Beitrag von Marika » 25:03:2015 11:38

Das mit dem Jammern sehe ich auch so, wie du geschrieben hast. Alles hat ja 2 Seiten, ich kann jammern, weil ich heute bei schönem Wetter arbeiten muss, oder ich entschließe mich glücklich zu sein, dass ich überhaupt einen guten Arbeitsplatz habe. Wie du sagst - es ist eng mit der Achtsamkeit verknüpft, dass merke ich gerade in letzter Zeit sehr intensiv, weil wir uns darüber so austauschen.

Wenn etwas auf den ersten Blick "negativ" ist, kann ich auch mal ein 2. mal hinsehen und dann meist feststellen, dass jammern nichts bringt und es meist auch einen positiven Aspekt bringt. Das gelingt mir auch immer besser, früher war das ja gar nicht der Fall.

Ja, das wachsen hört nie auf, auch bei den "Alten" nicht... :wink: Und das ist gut so!
Liebe Grüße von
Marika

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ubure

Re: ZG bei Kindern

Beitrag von ubure » 25:03:2015 11:49

Ja, genau das meine ich, und das Schöne ist, es klappt jedes Mal, wenn man nur will. Ich hab mir angewöhnt, nicht nur eine positive Seite an jedem Ding zu finden, sondern vielleicht auch noch was Witziges, das macht noch mehr Spaß! Ist manchmal Galgenhumor, aber der ist auch nicht zu verachten....

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Re: ZG bei Kindern

Beitrag von Graureiherin » 25:03:2015 15:07

Na Ihr,

na hier gehts ja schlag auf schlag. schön, dass ihr so eine gute Ebene habt euch auszutauschen... Schön bei euch mitzulesen...

... auch wenn ich keinen einzigen Schauspieler/Serie der/die erwähnt wurde kenne. Ich lebe nämlich in gewisser Weise hinterm Mond (ich habe keinen Fernseher, nur ein Seniorenhandy, fahre mehr Fahrrad statt Auto...). Obwohl! Ha, ich glaube der eine ist von King of Queens... da habe ich eine DVD von. Die ist witzig!

Ich wollte jetzt nur noch sagen, dass ich mich noch ganz einfach an der Tatsache erfreu von Marika Vögelchen genannt zu werden...

genießt noch den sonnigen Tag
mit lieben Grüßen an euch

die Graureiherin (Vögelchen)
postpartale Zwangserkrankung 10/2012
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seit Mai 2016 Escitalopram 10 mg
seit Juni 2017 6 mg Escitalopram
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ubure

Re: ZG bei Kindern

Beitrag von ubure » 25:03:2015 15:10

ach, die Marika und ich sind alte Kampfgenossen :wink:

Ganz ehrlich: keinen Fernseher, das finde ich klasse! Du machst alles richtig, genau das bräuchten wir alle in dieser virtuellen Zeit (es hat ja einen Grund, warum alle immer irrer werden, mal ehrlich...).

Stimmt, King of Queens. Und wo Du hinterm MOnd lebst: es kommt auch eine Serie, die heißt Hinterm MOnd gleich links, die mag cih auch gerne, obwohl sie schon älter ist.

LG

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Re: ZG bei Kindern

Beitrag von Marika » 25:03:2015 21:49

Hey ihr,

den Galgenhumor liebe Ubure werde ich ab jetzt in mein "Programm" aufnehmen. Neben Positiv darfs doch auch echt lustig sein... :lol:

Und nochmal nur für dich "Vögelchen": :D Ich finds auch beeindruckend, dass du ohne TV lebst. Ich glaube wenn ich alleine wäre, könnte ich das auch, nur den Radio - also Musik - das bräuchte ich wie die Luft zum atmen! Und BÜCHER!!! Ein Seniorenhandy hab ich übrigens auch und weigere mich aus Prinzip ein i-Phone oder Smartphone an zu schaffen. Es ist einfach nur schön, wenn ich NICHT im "Familien App" und NICHT im "Geschäfts-App" bin. Ich muss und WILL gar nicht alles wissen ... :wink:
Liebe Grüße von
Marika

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ubure

Re: ZG bei Kindern

Beitrag von ubure » 25:03:2015 22:08

sehr gut, Marika!

Da fällt mir ein: ich hab GAR kein Handy! und bin wahrscheinlich mit meiner Freundin der letzte Mensch, der keine SMS schreiben kann (das interessiert mich so was von gar nicht und ist außerdem eh schon wieder out seit What's App.).

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