schwerer Abschied im kindergarten

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manuela

schwerer Abschied im kindergarten

Beitrag von manuela » 30:06:2011 12:59

Hallöchen ihr Lieben,

ich muss mich heute hier mal ausheulen. mein sohn, 3 Jahre alt geht seit ca 8 Monaten in den Kindergarten, und weint immer noch beim Abschied. Heute hat er um sich geschlagen, und wollte wieder raus rennen. hat jämmerlich geweint. das macht mich echt fertig. an ein paar wenigen Tagen war es bisher nicht so. und wenn ich ihn abhole, dann macht er einen sehr entspannten eindruck und sagt es hätte ihm gefallen im Kindergarten. Die Erzieherinnen bestätigen das auch. sie sagen kurz nach dem ich weg bin ist alles wieder gut. Aber trotzdem macht mich das mitlerweile echt fertig. hab Angst ihm irgendwie zu schaden, aber ich muss halt arbeiten.

hat jemand vieleicht eine gute Idee, wie man den Abschied besser gestalten könnte?
Ich muss ihn immer reintragen, weil er einfach nicht von selbst reingeht, und dann nimmt ihn eine erzieherin auf den arm und sie winken noch am Fenster. morgens nehme ich mir immer sehr viel zeit für ihn. ca eineinhalb bis zwei stunden haben wir morgens, weil er eh zeitig aufsteht. dann wird gespielt, ein bischen TV geschaut auch. und ich erwähne schon extra zwischendurch das wir bald los müssen in den kindergarten. zu Hause geht es meist noch ohne größere Probleme, aber sobald wir in der einrichtung sind ist er wie umgewandelt.

ab ca 14 monaten war er mal ab und zu bei ner tagesmutter, weil wir hier keine verwandschaft haben, damit ich arbeiten konnte. da ging es am Anfang ziemlich gut und irgendwann hat das angefangen mit dem weinen. die tochter der tagesmutter hat ihn gerne geärgert, und er konnte sich nicht gut wehren. ist ein sensiebelchen. vieleicht war es zu früh für ihn? ich kenne viele kinder die zeitig mal außerhalb der familie betreut wurden, aber keines hat solche probleme wie er.

momentan hab ich das gefühl es wird immer schlimmer. kann ihn ja schlecht abmelden. jetzt haben wir bald fünf wochen pause wegen unserem urlaub und den ferien, malsehen wie es danach läuft. vieleicht mache ich noch eine neue eingewöhnung?

es ist echt schrecklich , mir graut es schon vor morgen früh.

lg manuela

lotte
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Beitrag von lotte » 30:06:2011 13:30

Hi,
spontan fallen mir dazu 2 Dinge ein: die Zeit vor dem Kiga find ich persönlich "zu lang". Okay, wenn er eh früh aufsteht, kann man wohl nix dran ändern. Aber er bekommt ja quasi vor dem Kiga noch reichlich Programm geboten, warum sollte er das dann lassen? ;) TV in der Früh, aber das ist nur meine Meinung, käme mir nicht in die Tüte.
Das reintragen in den Kiga find ich auch etwas unklug. Er ist ja kein Baby mehr, das nicht laufen kann. Streicheleinheiten ja, aber so im Arm wird der Abschied ja noch schwerer.

Ich glaube nicht, dass es mit der Tagesmutter zu tun hat.

Vielleicht fängst Du nach den Ferien wirklich noch mal "neu" an.

Alles Gute Dir!
LG
Lotte
Ängste soll man nicht verdrängen. Man muß mit ihnen gedanklich so lange Schach spielen, bis man sie mattgesetzt hat.

(Robert Pfützner)

manuela

Beitrag von manuela » 30:06:2011 14:02

hallo lotte

danke für deine anregungen. ich denke halt, wenn ich ihn schon abgebe dann bekommt er am morgen auch seine aufmerksamkeit. aber vieleicht nutzt er das auch.

das reintragen finde ich auch echt doof, er läuft auch mal alleine, wenn ich es mir recht überlege, ert seit kurzrm nicht mehr.
wenn ich ihn heute nicht getragen hätte, dann ständen wir jetzt noch vor dem kindergarten. hinter mir herschleifen, will ich ihn aber auch nicht. morgen habe ich viel zeit, da werden wir das mal aussitzen

das mit auf den arm nehmen kommt von den erzieherinnen, sie sagen man soll sich richtig verabschieden auch wenn es schwer fällt. und wenn ihn keiner auf dem arm hätte würde er wahrscheinlich hinter mir herrennen.

tja, ich weiß es auch nicht, werde die anregungen auf jeden fall versuchen zu berücksichtigen.
momentan ist es auch einfach besonders nervig. es lief schon richtig gut und nun jeden morgen so ein theater.

zum thema tv schauen, finde ich 20 minuten von den zwei stunden ok, wenn man sich den rest des tages vernünftig mit dem kind beschäftigt.
abends gibts noch sanmann und das wars.

lg manuela

Leuchtkäfer

Beitrag von Leuchtkäfer » 30:06:2011 14:06

Hallo Manuela,

mir ist auch spontan eingefallen, daß die Zeit vorher "zu lang" ist. Bei uns ist es immer so, daß mein Kleiner auch bockt, wenn ich vorher schon schön mit ihm spiele. Warum soll er dann los? Mama ist doch toll und hat anscheinend Zeit.
Versuch doch morgens, ihm zwar Aufmerksamkeit zu geben, aber schon etwas anderes zu tun: Aufräumen, Wäsche waschen etc. Er kann dann helfen oder eben nicht.

Mein Sohn will auch gerne getragen werden, das mache ich aber nicht. Manchmal dauert es dann wirkich lange, bis wir drin sind.

Ich umarme ihn und sage Tschüß und es gibt ein Küßchen. An Tagen, an denen er den Abschied doof findet, nimmt ihn eine Erzieherin an die Hand/auf den Arm und sie gehen weg. Ich gehe dann auch.

Viel Glück, das wird schon,
Leuchtkäfer

zita

Beitrag von zita » 30:06:2011 16:53

hallo - wir hatten mal eine ähnliche phase - dh. es ging fast ein halbes jahr so, wie bei euch jetzt.

mir hat damals eine erzieherin erklärt, dass das auch viel mit dem alter zu tun hätte. es würde auf jeden fall besser, wenn die kinder in der kita festere beziehungen zu anderen kindern aufbauen könnten und würden und das fängt ja ab drei jahren auch erst so richtig an. ich habe das damals nicht ganz geglaubt, aber es war tatsächlich so: unser sohn ist knapp vier, hat jetzt richtige freunde in der kita und es kommt wirklicih nie mehr vor, dass er nicht hin möchte. das nur als trost, es wird bestimmt besser.

bei uns hat damals das folgende ritual immer funktioniert: unser sohn durfte uns vom fenster noch zuwinken.

lg zita

manuela

Beitrag von manuela » 30:06:2011 19:24

hallöchen nochmal,

das gibt auf jeden fall ein bischen hoffnung, hab heute erfahren das ein Krippenfreund von ihm am montag auch in die gruppe kommt. und die erzieherin hat auch nochnmal gesagt, das es nur der abschied ist, und er sich sonst wohl fühlt.

unser abschiedsritual ist fast genau wie bei euch leuchtkäfer, er weint zwar am fenster oft noch, aber danach soll schon der ganze schmerz vergessen sein. laufen tut er eh nicht gerne, morgen gehen wir mit dem trettraktor, da sind wir wenigstens gleich diretk vor der eingangstür und der weg nach drin ist etwas kürzer. malsehen, vieleicht lenkt ihn das ab.

hoffe die phase dauert nicht so lange!!!!

lg manuela

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Marika
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Beitrag von Marika » 01:07:2011 9:04

Hallo,

auch wir hatten vor 2 Jahren diese Phase, als Noah das erste Mal in den Kindi kam. Ich habe schon daheim beim Anziehen usw. viel mit ihm darüber geredet, über seine Ängste und warum der Kindi trotzem toll ist, dass ich ihn immer wieder abhole usw. usw.... Das Abschiedsritual haben wir dann bewußt zusammen mit der Kindi Tante sehr kurz gehalten: Umziehen, an der Hand in den Gruppenraum, dann kam natürlich das weinen und "ich will nicht dass du gehst". Die Erzieherin hat ihn dann auf den Arm genommen, ich gab ihm noch einen Kuss und bin - gaaaaanz schweren Herzens :wink: - gegangen.

Am Anfang ist mir fast das Herz gebrochen und ich hab oft noch im Auto geweint... :oops: Aber ich habs durch gezogen und es wurde immer besser. Mir wurde auch gesagt, dass gleich wenn ich weg bin, die Tränen aufhören und er beginnt zu spielen. Das hat mir Mut gemacht, diese Phase aus zu halten. Noah ist auch ein sehr sensibles Kind, aber schon nach nur 2 Wochen, mußte man ihn nicht mehr auf den Arm nehmen, er hat zwar noch etwas mit den Tränchen gekämpft, das wars dann aber. Was noch lange war: Ich mußte sicher 1,5 Jahre lang als fast einzige Mama mit in den Gruppenraum und mich DA verabschieden, nicht in der Gardarobe, wie die anderen Mamas. Aber mei, das war völlig o.k. und hat ihm Sicherheit gegeben. Er hat dann glaub ich mit gekriegt, dass ich selber auch den Erzieherinnen vertraue weil ich immer noch ein paar Worte mit ihnen gewechselt hab und da fiehl es ihm leichter, sich selber der Kindi-Tante anzuvertrauen.

Ich weiß es ist schwer. Man ein schlechtes Gewissen, man hat Angst, dass das Kind einen "Schaden" bekommt - kenn ich alles. Aber das packt ihr bestimmt, solche Phasen gibts immer mal, auch zwischen durch.

Ich drück die Daumen, dass es bald besser geht!
Liebe Grüße von
Marika

Diagnose:
schwere PPD 2005
heute völlig beschwerdefrei mit 10 mg Cipralex

manuela

Beitrag von manuela » 05:07:2011 11:50

hallöchen,

schön zu höre, das mein Kleiner nicht der Einzige ist. gestern war wieder ganz schlimm, und heute dafür fast nichts. die erzieher meinen ja auch ich muss mir keine sorgen machen, aber das geht halt nicht so einfach.

das es anderen auch so ging, ist eine echte Hilfe gelassener zu sein, und es eine Weile auszuhalten. vieleicht spürt er das dann auch.

jetzt kommt eh erstmal unser Urlaub und dann die Ferien, malsehen wie es dann nach der langen Pause läuft.

vielen Dank und lg manuela

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