Angst doch verrückt zu sein

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lenismama
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Angst doch verrückt zu sein

Beitrag von lenismama » 09:03:2017 15:12

Hallo ihr Lieben,
in den letzten Wochen ist ziemlich viel passiert:
-Ich habe mein Fluoxetin reduziert von 40 auf 20 und 10 im Wechsel
-Ich gehe wieder arbeiten
-Aufgrund einer Eileiterschwangerschaft wurde ich vor 3 Wochen operiert. Ein Eileiter wurde entfernt,der andere sterilisiert. Wir möchten keine Kinder mehr.
-Leni wird jede Nacht neuerdings wach. Tagsüber ist sie oft quakig.
-Sie geht jetzt zur Tagesmutter und für mich ist es schwer sie da zu lassen.

Jetzt ist es seit 1-2 Wochen so daß ich wieder einen blöden Gedanken meiner Tochter gegenüber habe.
Hinzu kommen die aktuellen Nachrichten mit dem 9 jährigen Jungen der getötet wurde.
Mir geht es so elendig,ich habe so Angst verrückt zu werden. Die Gedanken sind manchmal bildlich in meinem Kopf.

Würde mich über etwas positives freuen
Lg Jessica

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Marika
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Re: Angst doch verrückt zu sein

Beitrag von Marika » 09:03:2017 21:38

Hey du,

du schreibst es selbst - es ist viel passiert.

Frage: warum hast du dein AD reduziert? Ist das nicht viel zu früh?

Da könnte natürlich der Hase im Pfeffer liegen...
Liebe Grüße von
Marika

Diagnose:
schwere PPD 2005
heute völlig beschwerdefrei mit 10 mg Cipralex

lenismama
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Re: Angst doch verrückt zu sein

Beitrag von lenismama » 09:03:2017 21:57

Hallo marika,
ich bin ja damals bei fluoxetin 40 mg gewesen. Ich habe dann ca.10 kg zugenommen. Meine Therapeutin meinte ich könnte das ausschleichen. Fluoxetin wäre keine dauermedikation und ich würde auch ohne gut klarkommen.
Mein psychologe meinte,wir probieren es.
Ich habe seit Dezember 2016 reduziert.
Sind das denn typische anzeichen wenn man reduziert?

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Marika
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Re: Angst doch verrückt zu sein

Beitrag von Marika » 10:03:2017 8:48

Hallo,

ja leider kann sich ein Reduzieren genau so äußern. Dann noch die äußeren Umstände und schon kann aus diesem ungünsten Mix ein Tief entstehen.

Wie lange hast du denn das AD eigentlich genommen, ich habe das jetzt nicht mehr im Kopf? Und warst du denn über eine längere Zeit stabil und Symptomfrei? Das sind nämlich Grundvoraussetzungen um zu reduzieren bzw. aus zu schleichen.

Ich rate dir auch, deinen Arzt zu kontaktieren um zu schauen, wie es medikamentös weitergeht. Und wichtig wäre in dieser Phase natürlich deine Therapeutin, wenn sie schon meint, du brauchst das AD nicht. Dann sollte sie dir mindestens engmaschige Termine anbieten, um das Tief zu bearbeiten. Wann hast du denn den nächsten Termin?
Liebe Grüße von
Marika

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Marika
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Re: Angst doch verrückt zu sein

Beitrag von Marika » 10:03:2017 8:54

Hab grad nochmal geschaut - du hast das AD im April 2016 angefangen. Also eigentlich viel zu kurz um schon zu reduzieren.
Generell wird geraten: Die passende AD Dosis zu finden, bei der man stabil wird und DANN 6 Monate bis 1 Jahr das AD noch weiternehmen um einen Rückfall bestmöglichst zu verhinden.
Liebe Grüße von
Marika

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schwere PPD 2005
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Graureiherin
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Re: Angst doch verrückt zu sein

Beitrag von Graureiherin » 10:03:2017 15:28

Hallo Du,

ich schließe mich Marika an. Ich finde die Einnahme kurz und vor allem kann ich mich nicht erinnern, dass Du tatsächlich über längere Zeit stabil warst. Oder liege ich da falsch? Ich reduziere gerade mein AD und ich bin mit der bisherigen Dosis über ein Jahr stabil gewesen und konnte, wenn Symptome kamen, weitgehend angstfrei damit umgehen. Das ist eine wesentliche Voraussetzung für die Reduzierung/Ausschleichen. Ich frage auch so genau nach, weil ich schon einmal reduziert habe und das war zu früh und der Rückschlag folgte... das ist dann hart.

mit Grüßen an Dich
die Graureiherin
postpartale Zwangserkrankung 10/2012
Cipralex bis 2014
Rückschlag 2015, wieder Escitalopram bis 15mg
langsame Reduzierung auf 5 mg Escitalopram seit Juli 2017
Verhaltenstherapie beendet seit September 2017

lenismama
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Re: Angst doch verrückt zu sein

Beitrag von lenismama » 13:03:2017 10:05

Hallo ihr lieben,
das Wochenende war recht turbulent. Die kleine war sehr krötig und auch mein Mann und mein Sohn hatten miese Laune.
Ich war noch nicht richtig stabil aber meine Therapeutin meinte sie traut mir zu ohne Tabletten gegen den Zwang anzukämpfen.Den nächsten Termin bei ihr habe ich am 22.3.
Ich habe mich selbst kritisch beobachtet und mir ist aufgefallen immer wenn ich den blöden Gedanken habe,dann habe ich das Verlangen leni anzufassen. Das ist ja wieder ne Zwangshandlung. Am Freitag war ich innerlich so in Panik,daß ich dachte ich verliere die Nerven wenn ich nicht augenblicklich zur kleinen komme. Ich konnte mich aber wieder recht schnell beruhigen.

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