Sexuelle übergriffe in der Kindheit

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katl0607
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Sexuelle übergriffe in der Kindheit

Beitrag von katl0607 » 13:01:2018 0:34

HI

in den letzten Tagen kamen alte Erinnerungen in mir hoch.
Ich bin mir nicht sicher, wie ich sie bewerten soll.
Lange verdrängt und nur einmal in meinem Leben bisher ansatzweise drüber gesprochen. ..

Meine große Schwester suchte in meiner frühen Kindheit ( ca 5Lebensjahr ) meine Nähe. Sie ist knapp 6 Jahre älter als ich.
Ganz dunkel und bruchstückhaft erinnere ich mich daran wie sie mich zu sich ins Bett holte ... Was danach noch passierte möchte ich nicht niederschreiben.
Ich schäme mich so sehr.
Diese Übergriffe liefen immer gleich ab. Wie oft insgesamt? Ca 5 - 10 mal.
Daran denke ich immer wieder...
Und mit meinem Mann habe ich auch schon mal darüber gesprochen - ohne Details.
Ich habe es aus Scham noch nie in meiner Therapie erwähnt .
Doch ich kann parallelen sehen zwischen dem damals und meinen Depressionen heute.
Da ich mit der Gesprächstherapie kurz vor Schluss bin (2 Sitzungen noch offen ) weiss ich nicht, ob ich das noch bei meiner Therapeutin erwähnen soll.
Es wird mir Megaschwer fallen darüber zu sprechen.
Was meint ihr?
1. Kind geboren 7/14
Ab der Geburt schleichend Ängste und Panikattacken.
September 2015 psychosomatische Tagesklinik für 7 wochen
Diagnosen: Panikstörung, depressive Episode
sertralin 100 mg
Quetiapin 75 mg
Promethazin Trpf

MiHe1417
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Re: Sexuelle übergriffe in der Kindheit

Beitrag von MiHe1417 » 13:01:2018 21:14

Hallo Katl,

Ich antworte dir jetzt einfach mal, weil es mir ähnlich erging. Ich wurde im Alter von ca 9 Jahren vom damaligen Lebensgefährten meiner Mutter missbraucht.

Habe dieses Thema auch so gut es ging immer wieder verdrängt, aber spätestens nachts hat es mich in meinen Träumen heimgesucht.
Habe es gleich am Anfang meiner Therapeutin erzählt und in den wenigen Stunden, die ich bisher hatte, konnten wir schon erarbeiten, dass viele meiner Ängste wohl auch da ihren Ursprung haben. Durch das Verdrängen und nicht damit auseinandersetzen wollen hat es mich jetzt so erwischt. Also das ist einer von mehreren Gründen...

Ich an deiner Stelle würde es schon beim Therapeuten ansprechen. Das sollte aufgearbeitet werden, sonst wird es dich immer wieder einholen. Tut es ja jetzt schon. Glaub mir, ich weiß, wie hässlich und schmerzhaft es ist, darüber zu reden. Es fiel bzw fällt mir auch nicht leicht und wenn man es ausspricht wird es irgendwie nochmal übler, aber es hilft. Solche Sachen belasten die Seele und machen einen krank. Und DU musst dich dafür überhaupt gar nicht schämen! Ganz im Gegenteil...
Viele liebe Grüße
Sandra

1. Kind 11/14 keine Symptome
2. Kind 6/17 Angststörung mit Panikattacken

75 mg L-Thyroxin
23.01.18 -> 75 mg Sertralin

seit 10/2017 Verhaltenstherapie

"Man muss das Leben tanzen." (Nietzsche)

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