Angst um meinen Mann. ..

Hier können sich die Angehörigen der PPD/PPP-Betroffenen untereinander austauschen.

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katl0607
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Angst um meinen Mann. ..

Beitrag von katl0607 » 19:11:2017 0:24

Hi!

Schon seit einigen Monaten hängt mein Mann ziemlich in den Seilen. D.h. er fühlt sich körperlich total ausgelaugt.
Im Frühjahr diesen Jahres hatte er zum ersten Mal eine hartnäckige Lungenentzündung. Diese wurde 8 tage stationär behandelt. Aufgrund einer angeborenen Fehlbildungen der Brust ist ihm ein hyperreagibles bronchialsystem geblieben. Seitdem benutzt er ein asthma spray dass ihm gut hilft.
Wie ich euch ja schon mal geschrieben habe, ergab sich während des stationären Aufenthaltes das Angebot, ein Grundstück zu erwerben und noch heuer ein haus zu bauen.
Da fing dann die Misere an... Es kam eines zum anderen. Mein Mann kam heim aus dem kh. Immer noch nicht fit... Körperlich noch sehr angeschlagen, und wir fingen an uns in das Thema Haus bauen einzuarbeiten.
Kontakt mit den verschiedensten Ämtern, Eigentümer, Banken, usw...
Und wie ich euch auch schon mal geschrieben hatte, platzte der Traum vom Eigenheim trotzdem.
Aufgrund eines Streites mit meiner Schwester. Es ging um Geld... Mehr möchte ich dazu nicht sagen .
Mein Mann jammert seit Wochen, dass ihn dieses jahr soviel kraft gekostet hat wie noch nie etwas zuvor. Die Lungenentzündung warf ihn körperlich stark zurück. Er machte gern ausdauersport. Den konnte er durch die Krankheit und dem Zeitmangel bis heute nicht mehr ausüben. Das frustriert ihn sehr.
In diesem Jahr ging sein kompletter Urlaub (4 Wochen bei 5- Schicht -system) fürs Hausbauen drauf.
Und dann kurz vor der Vertragsunterzeichnung platzte alles, und die ganze Zeit und Geduld war umsonst.
Das nagt sehr.
Ich kann ihn kaum mehr zum lachen bringen und ich komm auch irgendwie nicht an ihn ran.
Immer wenn wir über dieses Thema sprechen, dreht er sich im Kreis und sagt ständig das selbe. "Er hätte von vornherein nicht fürs hausbauen sein sollen, er hat seinen ganzen Urlaub vertan (den er so nötig gebraucht hat) und er hat die Lungenerkrankung immer noch nicht annehmen können, weil er keine zeit dazu hatte.
Er weiss bis heute nicht, was seit der Lungenentzündung mit ihm passiert ist. Er sagt, er konnte sich bis heute mit seiner Krankheit nicht auseinander setzen.
Da unsere Tochter seit September in den kiga geht, bringt sie ständig irgendwelche Krankheiten mit heim. Und steckt uns damit auch noch an. Auch sie hatte vor ca 4 Wochen eine Lungenentzündung die 6 tage stationären Aufenthalt mit sich zog..

MeineFrage an euch: wie kann ich meinem Mann helfen beim verarbeiten der letzten Monaten?
Wie kann ich ihn stützen?
Vielleicht hat jemand von euch ein ähnliches Problem mit seinem Partner?

Ich währe euch sehr dankbar!

Lieben Dank
1. Kind geboren 7/14
Ab der Geburt schleichend Ängste und Panikattacken.
September 2015 psychosomatische Tagesklinik für 7 wochen
Diagnosen: Panikstörung, depressive Episode
sertralin 100 mg
Quetiapin 75 mg
Promethazin Trpf

rougepink
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Re: Angst um meinen Mann. ..

Beitrag von rougepink » 19:11:2017 19:32

Hallo, also ich hätte da nur ein paar Tipps zur Gesundheit. Wenn dein Mann gesundheitlich angeschlagen ist, wird er auch Vitalstoffmängel haben. Diese wiederum schlagen ziemlich aufs Gemüt.

1) Vitamin D testen lassen und bei Mangel eine Aufsättigungstherapie machen, danach Erhaltungsdosis nehmen. Hier berichten viele Menschen wie sich ein Mangel ausgewirkt hat, sowohl körperlich als auch psychisch und wie die Aufsättigung mit Vitamin D geholfen hat: http://www.vitamindelta.de/erfolge/anon ... ichte.html

2) Zink nehmen, 25-50 mg / Tag als Zinkgluconat
https://www.strunz.com/de/news/fuers-gl ... -zink.html

3) Immunsystem stärken, indem man eine Kur mit Probiotika macht. Im Darm befinden sich 80 % unseres Immunsystems. Falls er Antibiotika genommen hat, sollte erst recht die Darmflora wieder aufgebaut werden.

Das sind die Dinge die mir jetzt ad-hoc einfallen.
Alles Gute für euch und liebe Grüße
Julia 😊
1. Kind 2006 keine PPD
2. Kind 2008 keine PPD
3. Kind 2016 PPD

katl0607
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Re: Angst um meinen Mann. ..

Beitrag von katl0607 » 20:11:2017 11:34

Hi Julia!

Herzlichen Dank für deine Tips!
Ich war schon in der Apotheke und hab ihm was geholt.


Liebe grüße
1. Kind geboren 7/14
Ab der Geburt schleichend Ängste und Panikattacken.
September 2015 psychosomatische Tagesklinik für 7 wochen
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Marika
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Re: Angst um meinen Mann. ..

Beitrag von Marika » 21:11:2017 9:09

Hallo,

für mich hört sich das sehr nach "Burn out" an. Er ist ja ständig und lange über seine Grenzen gegangen, hat sich nie geschont.

Mir fallen da automatisch "Psychologe, Kur, Reha" ein...
Liebe Grüße von
Marika

Diagnose:
schwere PPD 2005
heute völlig beschwerdefrei mit 10 mg Cipralex

Astrid
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Registriert: 18:09:2017 11:34

Re: Angst um meinen Mann. ..

Beitrag von Astrid » 23:11:2017 18:49

Hallo Du,

ja auch mir ist nach dem Lesen deiner Geschichte, zuerst eine Kur/Rehamaßnahme eingefallen. Da sein ganzer Urlaub aufgebraucht wurde, ohne Erholung zu liefern... . Aber um gesund zu werden stehen ihm ja auch andere Maßnahmen zu. Er sollte mit seinem behandelnden Arzt darüber sprechen. Die Caritas bietet auch eine Kurberatung an, und unterstützt einen bei der Antragstellung.

Um die Gemütsverfassung aufzuhellen und die Abwehr zu stärken, an die frische Luft, eventuell eine Tageslichtlampe anschaffen. Ausdauersport ist gut, aber bei angeschlagener Gesundheit, besser erst langsam anfangen "walken" statt "joggen" (auch wenn er es vielleicht unmännlich findet :-) ).
Wechselduschen bringen den Körper auch in Schwung. Den Impfstatus überprüfen wäre vielleicht gut, Kinderkrankheiten können im Erwachsenenalter echt fies sein. Eine Vit.D und Vit. B-Komplex Kur, wie oben schon empfohlen und Probiotika sind auch sinnvoll. Ruhe gönnen, positive Gedanken sammeln. Mache ihm einen Adventskalender mit kleinen Zetteln, auf denen du ihm aufschreibst, was dir an ihm gefällt, und was du ihm wünschst, wofür du ihm dankst... . So ein Zettel am Tag kann schon Wärme und Sonnenschein bringen.

Hoffe es wird besser

Liebe Grüße Astrid
schwere PPD nach der Geburt des ersten Kindes 2006
2011 zweites Kind ohne PPD
heute gesund ohne Medis

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