Weiß nicht mehr weiter

Hier können sich die Angehörigen der PPD/PPP-Betroffenen untereinander austauschen.

Moderator: Moderatoren

Dad13

Weiß nicht mehr weiter

Beitrag von Dad13 » 27:11:2006 21:04

Entschuldigung schon mal wegen dem langen Text,ich bin nicht so gut im Ausdrücken von Gefühlen.. Vielleicht bin ich hier ja auch völlig falsch,aber ich weiß einfach nicht mehr weiter.
Aufgrund einer Sendung "37°-Kein gefühl..." haben meine Freundin und ich uns wiedererkannt in der Thematik. Zudem kommt noch,das wir eine Fernbeziehung haben. Auch sie leidet in verschiedenen Abständen unter diesen Depressionen,und wir haben seit dieser Sendung auch viel darüber geredet,soweit es eben Verfassungsmäßig möglich war. Eigentlich fingen ihre Depressionen schon in der Schwangerschaft an und ich habe so manches mal Angst gehabt,das sie ihren Worten Taten folgen lässt. Die letzte Zeit (unser Sohn ist nun 8 Monate) ging es aber recht gut. Mal Hoch's,mal Tief's.Sie hat auch noch 2 Kinder aus ihrer Ehe,die ich genauso in mein Herz geschlossen habe. Doch nun blockt sie mich völlig ab,will unsere Beziehung beenden.Es wird ihr alles zuviel,selbst ich würde nur noch nerven. Selbst Besuche möchte sie nicht mehr (schon länger).
Mittlerweile befinde ich mich auch immer näher an einem Abgrund,meine Kraft schwindet zusehends. Ich liebe sie ohne Ende,doch ich weiß einfach nicht mehr weiter.

bellami1983

Beitrag von bellami1983 » 27:11:2006 21:37

Hallo Dad13,

erst einmal möchte ich dich hier herzlich willkommen heißen und du bist bestimmt an der richtigen Adresse hier.
Und für deine Texte (ob lang, ob kurz) musst du dich erstrecht nicht entschuldigen, dafür ist dieses Forum doch da :-) !

Es tut mir sehr leid, dass es dir und deiner Partnerin derzeit nicht gut geht, ich kann das sehr gut nachempfinden was du da jetzt auch durchmachen musst.

Also habe ich richtig verstanden, ihr habt zusammen ein Kind und wohnt aber nicht zusammen? Wie groß ist denn die Distanz?

Für mich klingt es sehr nach einer PPD. Der soziale Rückzug ist ein dummes Übel an der Sache, ich neige auch dazu.
Hast du eine Ahnung warum sie dich jetzt auch abblockt? Ist etwas vorgefallen?
Ich gestehe, dass mein Freund mich auch oft nervt und ich ihn manchmal sogar fast hasse, aber tief in meinem Herzen weiß ich, dass ich ihn liebe. Meine Emotionen sind oft total gefesselt und dann verhalt ich mich auch so komisch wie du es an deiner Freundin beschreibst.
Aber das ist Teil der Krankheit und heilbar, nur wollen muss man das schon.
Macht sie eine Therapie, hat sie vor eine zu machen?

Du kannst dir auch jederzeit einen Therapeuten suchen und mit ihm sprechen. Dir gehts dadurch nun auch sehr sehr schlecht, das kann denke ich jeder hier nachvollziehen. Es ist wichtig, dass du auch über deine Eindrücke reden kannst und dir Hilfe holst, wenn die Welt über dir zusammenzubrechen droht.

Gibt es jemandem mit dem du persönlich sprechen kannst?

Dieser Druck und diese Verzweiflung, die sich da innerlich aufbauen kann, kann eine enorme Last werden, an der man selbst zerbrechen kann. Darum finde ich es sehr wichtig, dass ihr gemeinsam einen Weg finden könnt, nochmals miteinander sprechen könnt und du dir auch Unterstützung holst. Je früher umso besser, denke ich.

Vielleicht schreibst du nochmal, ich würde mich freuen und wir Mädels hier - wenn ich jetzt mal für uns alle sprechen darf?! - sind gern bereit, da zu sein und hilfreiche Tipps und Worte zu finden.

LG Isabell

Dad13

Beitrag von Dad13 » 27:11:2006 21:57

Hallo Isbell
Wir wohnen 320KM auseinander. Es war eigendlich so geplant,das sie mal herziehen würden. Doch sie hat irgendwie zuviel Angst vor diesem Schritt (was ich verstehe)..Angst,wieder vor einem Neubeginn und dann evtl. vor Trümmern zu stehen. Unser Sohn ist dennoch ein gewolltes Kind. Ihre Depris fingen ja(wie schon erwähnt) in der SS an. Das ging stellenweise soweit,das ich ihr versprechen musste,für die Kinder zu sorgen,wenn sie nicht mehr ist. Dies alleine hat mich schon oft an den Rand des Zusammenbruches gebracht. Wir haben Tage/Nächte lang geredet. Entweder Telefon,oder ich bin spontan einfach hingefahren für ein Gespräch. Zudem kommt nun noch,das es ihrem Vater gesundheitlich sehr schlecht geht. Sie blockt,weil es ihr einfach alles zuviel wird. Die Sorge um ihren Vater,2 ältere Söhne(einer mitten in Pubertät,einer beginnt),und nun noch unser Kleiner. Vielleicht habe ich auch Fehler gemacht,wir haben oft bis mitten in die Nacht Telefoniert,woraus sich auch noch ein Schlafdefizit ergibt. Vielleicht blockt sie mich deshalb nun ab. Ich verstehe ihre Sorgen und Ängste. Es ist auch nicht das erste mal,das sie unsere Beziehung beenden will.doch bislang konnten wir immer mit Gesprächen einen Ausweg finden. Doch so habe ich es noch nie erlebt. Eine Therapie wurde mal angesprochen,aber auch geblockt(sie hat Angst,das dann die Kinder weg kommen). Ich weiß auch,das ich Hilfe bräuchte,doch bisher(und weiterhin) ist sie das wichtigste in meinem Leben,diejenige der ich alle Kraft gebe die ich habe. Wochenlang haben wir von gemeinsamen Weihnachten geredet doch nun innerhalb von 2 Tagen ist das alles vorbei.

momo

Beitrag von momo » 27:11:2006 22:20

Lieber Dad13,

dass Du kämpfen willst, finde ich klasse und wenn Deine Freundin wieder gesund ist, kann sie hoffentlich erkennen, wieviel das wert ist! Bitte gib nicht auf!

Mein Mann war auch immer auf meiner Seite, aber teilweise konnte er mich trotzdem nicht erreichen. Das liegt unter anderem an der Tatsache, dass man in so einem Tief eben völlig anders tickt, als sonst. Z.B. habe ich es vorher immer sehr geliebt, wenn mein Mann mich ironisch "geneckt" hat, auch wenn das durchaus auf meine Kosten ging (und er bekam Ähnliches von mir zu hören). Plötzlich war ich super-empfindlich und hätte ihn dafür am liebsten auf den Mond geschossen. Einmal habe ich ihn sogar auf die Hand geschlagen, weil er mich tröstend berühren wollte. Ich war super-gereizt und er konnte es mir nie recht machen. Oft habe ich über Auszug nachgedacht und es zum Glück nie getan. Gleichzeitig hatte ich über Monate nicht die Kraft, mich für seine Seelenlage zu interessieren, wo er doch nicht nur durch meine Krankheit, sondern auch durch Probleme auf der Arbeit ziemlich zu kämpfen hatte.

Es lag bei uns aber auch daran, dass wir lange nicht erkannt haben, was mit mir los ist und über die Symptome von Depressionen einfach nicht bescheid wussten. Als es mir dann langsam klar wurde, hätte ich mir gewünscht, dass mein Mann sich informiert. Es gibt ja genug Literatur für Angehörige. Das hat er leider nicht gemacht und erst als ich schon auf dem Weg der Besserung war und ihm nach und nach die Symptome und den möglichen Umgang damit erklärt habe, konnte er besser damit umgehen.

Dazu kommt noch, dass man nach der Geburt eine Weile als Paar kaum Zeit zu zweit hat - das dürfte bei Euch ja in verschärfter Form der Fall sein. Erstens fühlen sich beide vom jeweils anderen vernachlässigt und zweitens findet man gar nicht die Zeit, darüber ausreichend zu sprechen ....

Isabell hat völlig recht, Ihr solltet Euch beide professionelle Hilfe holen. Wenn Ihr es schafft, diesen Schritt zusammen zu gehen, sind Eure Chancen auch sehr gut.

Ich wünsche Euch, dass Ihr es schafft!
Momo

momo

Beitrag von momo » 27:11:2006 22:36

Ups, deine Antwort auf Isabell kannte ich bei meinem letzten Posting noch nicht, weil ich beim Schreiben unterbrochen wurde. Mann, das ist ja ein harter Schlag, dass Deine Freundin Weihnachten abgesagt hat - aber ich hätte an ihrer Stelle auch Panik vor diesem Megastress. Bei mir würde jetzt wahrscheinlich ziehen, dass mein Mann sich überlegt, warum mich Weihnachten stresst und sich was ausdenkt, mir den Stress zu nehmen. Aber ich bin nicht sie und vielleicht geht das bei ihr nach hinten los? Das kannst nur Du wissen ...

Ich verstehe, dass Du alle Kraft Deiner Freundin geben möchtest, aber wenn Du selbst sagst, dass Du Hilfe brauchst, dann bist Du wahrscheinlich schon nicht mehr im Besitz Deiner vollen Kraft. Außerdem kann Dir eine Verhaltens-Therapie helfen, besser mit Deiner Freundin zu kommunizieren und das spart Kraft.

Vielleicht probierst Du es auch erstmal mit einer Selbsthilfegruppe für Angehörige, wenn Du Dir eine Therapie nicht vorstellen kannst?

Übrigens: das mit dem Schlafdefizit könnte stimmen, das zieht mich dann auch immer noch zusätzlich runter. Aber deshalb bist Du da nicht schuld dran - und jetzt hast Du es ja erkannt!!

Und: die Kinder kommen nicht weg, weil man eine Therapie macht. Es gibt hier im Forum ganz viele Frauen, die diese Ängste haben oder hatten, aber das passiert nicht!!

bellami1983

Beitrag von bellami1983 » 28:11:2006 9:43

Hallo Dad13,

feiert ihr Weihnachen jetzt definitiv nicht zusammen? Wenn das so ist, dann tut mir das äußerst leid, aber andererseits kann ich deine Freundin sicherlich auch verstehen, mir gehts doch manchmal so arg ähnlich wie ihr.
Bitte suche noch einmal den Weg des Gespräches zu ihr! Was kommt denn im Moment von ihr jetzt? Kommt überhaupt etwas oder herrscht FUnkstille?

Du hast schon mal erkannt, dass du Hilfe brauchst und ich denke das solltest du auch in Angriff nehmen! Für Ängehörige kann eine PPD nicht minder schwer werden oder sein und professionelle Hilfe wäre wahrscheinlich angebracht oder?
Ich merke ja, wie sehr es dich fertig macht und wenn du sonst schon immer dazu neigst, deine ganze Kraft deiner Freundin zu geben, wo soll sie denn dann noch für dich aufzubringen sein?

Lieber Dad, ich kann dir einfach nur raten, wenigstens ein Gespräch einmal mit einem Therapeuten und Ansprechpartner deiner Wahl zu führen, um zu sehen wie es um dich steht und vor allem - wie Momo schon schön gesagt hat - kannst du lernen, mit deiner Freundin besser umzugehen und viel darüber zu lernen.

Lieber Gruß

isabell

Dad13

Beitrag von Dad13 » 28:11:2006 20:03

Hallo.
Wie es mit Weihnachten aussieht habe ich nicht die geringste Ahnung. Ich möchte sie auch momentan nicht danach fragen,sonst fühlt sie sich vielleicht noch mehr unter Druck gesetzt,denn es war so gedacht,das sie zu mir kommen über die Feiertage. Eigentlich habe ich sogar Angst,sie im moment überhaupt zu Kontaktieren. Momentan herrscht sowas wie Funkstille. Sie hat darum gebeten,und ich halte mich daran. Ich habe ihr damals schon versprochen,ihre Wünsche zu respektieren,auch wenn ich dabei eben "verzichten" müsste. Ich weiß auch nicht,ob sie nun einfach mal Abstand braucht,oder ob das nun schon ein Schritt zur Beendigung ist. Ich liebe sie über alles,und es zerreißt mich das sie so leidet. Bei allen Problemen,die bisher auftauchten haben wir geredet. Allerdings weiß ich nun auch nicht mehr...war es ein Reden über die Probleme,oder einfach nur um die Wogen zu glätten? Ich habe nur wahnsennige Angst,das sie sich aufgibt,in sich zurückzieht und ihr eigenes Leben,ihre Wünsche und Träume einfach aufgibt. Sie sagt,das sie sich alleine fühlt,das sie alles alleine machen muss. Klar ist das grade bei einer Fernbeziehung noch Problematischer als wenn man zusammen lebt. Aber wieso gibt sie sich so auf? Und wieso ist sie so abweisend ja fast schon Kalt mir gegenüber. Ich verstehe das einfach nicht. Ist das eine Begleiterscheinung der PPD?
... Vielleicht würde mir ein Beratungsgespräch helfen. Aber mit wem? Wohin müsste ich mich da wenden?

momo

Beitrag von momo » 28:11:2006 23:28

Hallo Dad13,

dass Deine Freundin abwesed und kalt ist kann ein Symptom ihrer Depression sein, der Verlust von Empathie, also der Fähigkeit mitzuleiden, ist ein häufiges Symptom.

Wenn Du einen Therapeuten suchst, kannst Du Dich an Deinen Hausarzt wenden oder aber auch an eine Selbsthilfegruppe. Ich hab mal schnell gegoogelt und folgendes gefunden:

http://www.kompetenznetz-depression.de/ ... ruppen.htm

Sicher kannst Du von der Art noch mehr finden.

Alles Gute
Momo

bellami1983

Beitrag von bellami1983 » 29:11:2006 15:17

Hallo Dad,

momo hat vollkommen recht, das wird ein Symptom der PPD sein, dass sie so kalt ist und sich so hängen lässt. Quasi geht es ihr wirklich nicht gut und dass sie sich einigelt, kenne ich auch von mir.
Aber was kann ich raten? Sie will nicht reden, sie will keinen Kontakt, das würde ich einerseits auch respektieren, natürlich.
ABER: Es ist doch euer gemeinsamer Sohn oder? Hm, ich finde es ist eine schwierige Konstellation da gerade bei euch. Du liebst sie über alles, ihr habt zusammen ein Baby. Sie weiß im Moment nicht wohin mit sich selbst und du musst zusehen, dass es ihr so schlecht geht, da sie niemanden an sich ranlässt.

Ich glaube, das tut alles sehr sehr weh und es wäre sicher das Richtige, sich an den Hausarzt zu wenden und mit ihm gemeinsam mal zu sehen, wo du am besten ein Beratungsgespräch führen könntest und vor allem so schnell wie möglich, finde ich.

Man leidet so sehr in der Zeit, auch als Partner und ich finde seelischer Beistand ist eine gute Idee!

LG Isabell

Dad13

Beitrag von Dad13 » 01:12:2006 7:56

Habe jetzt auch erstmal paar Tage durchgeatmet und das ganze etwas sacken lassen. Hatten nun mal kurz Kontakt und etwas geredet. Allerdings so mehr allgemeine Themen. Auch eine liebe SMS kam bei mir an. Obwohl ich mich sehr darüber gefreut habe bemühe ich mich,nicht zu Euphorisch zu werden. Vielleicht braucht sie wirklich einfach mal ein paar Tage Ruhe (auch vor mir). Vermutlich wird das auch noch etwas andauern. Aber solange ich ab und zu eine Nachricht bekomme ist das OK. Trotzdem werde ich,sobald ich Beruflich Zeit finde mal bei meinem Doc antanzen. Habe ähnliche Situationen ja schon öfters erlebt. Und jedesmal,wenn es wieder aufwärts ging habe ich den "Doc-Termin" wieder verworfen. Es ging ja aufwärts (Selbstlüge,oder??). Dank eurer Hilfe habe ich in den letzten Tagen sehr viel Nachdenken können. Mir ist bewusst,das es erst der Anfang des Weges für mich ist,das ganze zu begreifen,und ich werd bestimmt auch so manchen Rückschlag haben...aber trotzdem...........DANKE EUCH schon mal...ihr seit echt riesig. Es tut gut,das alles mal schreiben zu können und ein wenig zu erfahren wie ihr mit soetwas umgeht.

momo

Beitrag von momo » 01:12:2006 10:37

Lieber Dad13,

schön, dass Ihr wieder Kontakt habt! Das heißt vielleicht, dass Deine Freundin aus dem Tief raus ist. Aber leider kommt da irgendwann das nächste. Ich finde nicht, dass man sich selbst belügt, wenn man glaubt, jetzt wird alles gut. Es dauert einfach eine Weile, bis man kapiert, dass die Krankheit in Schwankungen verläuft.

Vielleicht könnt Ihr die Chance ja nutzen, um nochmal über Therapie zu reden. Und darüber, was sich Deine Freundin von Dir wünscht, wie Du ihr helfen kannst, wenn das nächste Tief kommt, und wie Ihr Eure Rahmenbedingungen verbessern könnt. Ich finde es toll, wieviele Gedanken Du Dir machst und möchte Dir nochmal professionelle Hilfe und Literatur für Angehörige empfehlen. Für das, was da "abgeht", reicht es leider nicht aus, ein verständnisvoller Mensch zu sein.

Ich drück Euch die Daumen
Momo

bellami1983

Beitrag von bellami1983 » 01:12:2006 11:59

Hallo lieber Dad,

toll, dass du zum Nachdenken angeregt wurdest und so Manches vielleicht jetzt verständlicher ist!
Wie schon mal gesagt, wir sind gern da und freuen uns auch, wenn wir helfen können.
Momo hat aber recht, dass das nächste Tief bestimmt bei deiner Freundin und dann auch bei dir kommen wird. Da sie noch nicht in Behandlung ist, denke ich - das ist sehr wichtig - wird das öfter so sein.
Vielleicht könnt ihr wirklich einmal miteinander sprechen, ich denke das wäre für alle gut.
Und wenn du Zeit hast, dann geh doch wirklich einmal zum Doc, verlieren kannst du dabei nichts. Eher gewinnen!
Dass du den Doc-Termin bei Besserung verworfen hast, ist keine Selbstlüge, du wusstest es doch nicht besser, hast also das Beste versucht und getan und trotzdem kam wieder ein negativer Punkt.

Schaden kann es dir nicht, dir professionelle Hilfe zu holen. Und du weißt ja, wenn etwas auf dem Herzen liegt, dann hau in die Tasten und lass es uns doch einfach wieder wissen.

Ich wünsch euch erstmal alles alles Liebe und Gute!

Isabell

Sas

Beitrag von Sas » 16:12:2006 1:01

Lieber Dad,

Du hast schon sooo viele tolle Tipps und Antworten bekommen. Aber jetzt noch mal was von mir. Vielleicht mag Deine Freundin hier ja auch selbst mal posten? Hier sind viele, die sie sehr sehr gut verstehen können. Ich hatte auch alle ihre Symptome durch. Sie soll sich unbedingt Hilfe holen und zum Arzt gehen. Klar hat sie Angst, dass ihr die Kinder genommen werden. Die hatte ich auch. Aber das ist total unbegründet. Lies Dich mal durch dieses Forum, was die Frauen hier alles für Gedanken, Gefühle, Psychosen und was weiß ich was hatten. Und wir haben alle unsere Kinder noch. Das soll sie nicht davon abhalten, sich Hilfe zu suchen, die Ärzte können das schon richtig einordnen. Diese Krankheit ist absolut heilbar, aber man muss sich helfen lassen. Ich habe selbst nie an eine Heilung geglaubt. Ich war 3 Monate in der Psychiatrie, war ganz unten, hatte die grausligsten Zwangsgedanken, wie ich mein Kind umbringen könnte usw. Ich hatte mein Kind immer dabei und war nie in Gefahr, es weggenommen zu bekommen. Und jetzt bin ich wieder völlig gesund, ich arbeite wieder und genieße mein Leben.

Sag Deiner Freundin liebe Grüße von mir. Dich drücke ich auch. Ich finds toll, wie Du Dich um sie sorgst!

Saskia

Dad13

Beitrag von Dad13 » 31:01:2007 23:47

Hallo...
Nach langer Pause melde ich mich mal wieder zurück.
Alsooo...
Wir haben Weihnachten dann doch zusammen verbracht. Ich habe sie und den Kleinen am 25.12 abgeholt (mal eben 650 Km hin und zurück :D )..und am 30.12 wieder weg gebracht. In der Zeit haben wir manchmal geredet,malnchmal wie Katzen um heißen Brei geschlichen,und manchmal auch einfach nur still zusammen auf Sofa gesessen. Dank eurem Zuspruch hier konnten ich endlich mal etwas befreiter den Mund aufmachen und reden. Angehörigen fällt das ja schwer und ganz besonders den Partnern..wg befangenheit und so. Seitdem Reden wir täglich am Telefon und/oder "sehen" uns im Messenger. Zu einer Behandlung sind wir bisher noch nicht. Das viele (endlich OFFENE) Reden tut uns unheimlich gut. Und auch die Besuche laufen wieder harmonisch ab. Es war und ist kein leichter Weg,aber wir gehen ihn gemeinsam. Uns ist klar,daß das nächste TIEF kommen kann (und wohl auch wird)..aber wenn es soweit ist,dann wissen wir auch,was wir zu tun haben. Es mag sein,das wir wg vor Therapie noch irgendwie innerlich zurückschrecken...aber es hat keinen Schrecken mehr darüber zu reden...und das ist viel Wert.
Ich danke euch nochmal aus ganzem Herzen,denn ich war kurz vorm Aufgeben. Obwohl es langsam weiter aufwärts geht werde ich immer wieder hier bei euch vorbei schauen,mal ne Meldung geben..und gucken ob ich vielleicht auch mal einem Partner etwas helfen kann mit meiner Geschichte.
Ich drück euch alle !!!! :lol:

Dad13

Mal ne Meldung

Beitrag von Dad13 » 31:01:2007 23:49

Hallo...
Nach langer Pause melde ich mich mal wieder zurück.
Alsooo...
Wir haben Weihnachten dann doch zusammen verbracht. Ich habe sie und den Kleinen am 25.12 abgeholt (mal eben 650 Km hin und zurück :D )..und am 30.12 wieder weg gebracht. In der Zeit haben wir manchmal geredet,malnchmal wie Katzen um heißen Brei geschlichen,und manchmal auch einfach nur still zusammen auf Sofa gesessen. Dank eurem Zuspruch hier konnten ich endlich mal etwas befreiter den Mund aufmachen und reden. Angehörigen fällt das ja schwer und ganz besonders den Partnern..wg befangenheit und so. Seitdem Reden wir täglich am Telefon und/oder "sehen" uns im Messenger. Zu einer Behandlung sind wir bisher noch nicht. Das viele (endlich OFFENE) Reden tut uns unheimlich gut. Und auch die Besuche laufen wieder harmonisch ab. Es war und ist kein leichter Weg,aber wir gehen ihn gemeinsam. Uns ist klar,daß das nächste TIEF kommen kann (und wohl auch wird)..aber wenn es soweit ist,dann wissen wir auch,was wir zu tun haben. Es mag sein,das wir wg vor Therapie noch irgendwie innerlich zurückschrecken...aber es hat keinen Schrecken mehr darüber zu reden...und das ist viel Wert.
Ich danke euch nochmal aus ganzem Herzen,denn ich war kurz vorm Aufgeben. Obwohl es langsam weiter aufwärts geht werde ich immer wieder hier bei euch vorbei schauen,mal ne Meldung geben..und gucken ob ich vielleicht auch mal einem Partner etwas helfen kann mit meiner Geschichte.
Ich drück euch alle !!!! :lol:

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