Sind wir hier richtig? Aber ich denke schon.

Hier können sich die Angehörigen der PPD/PPP-Betroffenen untereinander austauschen.

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blandia

Sind wir hier richtig? Aber ich denke schon.

Beitrag von blandia » 23:03:2007 11:03

es geht um eine Freundin. Sie hatte im Jahr 2005 eine Psychose mit Klinikaufenthalt und danach Medikamenten und wurde 2006 schwanger. Die Medikamente hat sie im 5. Monat abgesetzt. Am 18. Januar dieses Jahres kam das Kind.

Seit dem 8. März ist sie wieder in der Klinik, diesmal freiwillig,
mittlerweile läuft ein Verfahren zur Bestellung einer Betreuung, das ist aber gerade in der Schwebe und soll aktiviert werden, wenn weder die Ärzte noch die Angehörigen sie überzeugen können, drin zu bleiben.

Zurzeit geht es ihr noch nicht wirklich gut, aber sie hat wenigstens Aussicht, innerhalb der nächsten zwei Wochen auf die Mutter-Kind-Station zu kommen, wobei sie meiner Meinung nach noch gar nicht in der Lage ist, sich um die Kleine zu kümmern.

Dem Kind gehts gut, Papa kümmert sich hervorragend und besucht seine Frau (mit der Kleinen zusammen und dem Hund) jeden Tag in der Klinik.

Was können wir tun? Ich gehe heute nachmittag hin und kann dann sagen, wie es ihr aktuell geht. Leider will sie zurzeit auch nur wenig Leute sehen, so dass immer die gleichen viel zu tun haben. Naja, wird ja nicht für ewig sein.

Hat sie eine Chance, da wieder rauszukommen oder ist sie verurteilt, ihr Leben lang alle zwei Jahre oder so mit einer Psychose in der Klinik zu landen?

Schöne Grüße aus Berlin,

Eva

Steffy

Beitrag von Steffy » 23:03:2007 16:44

Hallo Eva

so ganz weiss ich nicht was ich schreiben soll. Es tut mir leid fuer deine freundin das es ihr so schlecht geht und ich hoffe sehr das es ihr bald besser geht.

Es ist schoen das sie die aussicht hat das sie auf die mutter -kind station kommt, was auch nicht heissen soll das sie gleich von heut auf morgen sich um das kind kuemmern kann. Am sinnvollsten waere es ihr das kind am anfang stundenweise zu bringen, dann vielleicht tagsueber und dann auch ueber nacht. So wurde es bei ein paar muettern auch gemacht als ich Wasserburg war. AUsserdem muss sie ja dann nicht staendig mit der kleinen alleine zusammen sein. Dort sind bestimmt ein paar nette muetter mit der sie sich austauschen kann.

Ob sie ein leben lang mit einer Psychose leben muss kann ich dir leider nicht sagen. Aber es ist schon richtig das sie medikamente nimmt und in behandlung ist. Es ist schoen zu wissen so verstaendliche freunde um sich zu haben, auch wenn in solchen momenten es einem nicht bewusst ist.

Ich wuensche DIr und deiner freundin plus Familie ganz viel staerke und kraft. Es werden schoenere momente folgen.

Sas

Beitrag von Sas » 24:03:2007 0:29

Liebe Blandia,

eine Chance, wieder nie mehr psychotisch zu werden gibt es immer. Leider kann man das für deine Freundin nicht so pauschal sagen, dass sie definitiv wieder gesund wird. Aber zumindest wird sie aus der Psychiatrie rauskommen, sie wird wieder in der Lage sein, normal zu leben. Also rede mit ihr und sage ihr ganz deutlich, dass sie kein hoffnungsloser Fall ist. Ich finde es sehr mutig von ihr, dass sie die Schwangerschaft mit all ihren Konsequenzen trotz ihrer Krankheit durchgezogen hat. Und dass sie jetzt noch nicht wirklich mit dem Kind umgehen kann ist klar. Dafür soll sie sicher auf die Mutter-Kind-Station, damit sie das lernt. Und ich finde es toll, dass sie sich freiwillig Hilfe gesucht hat und nicht abgewartet hat bis es ganz schlimm ist. Das zeigt mir eigentlich, dass sie bei aller Krankheit noch sehr viele gesunde Anteile hat. Denn jemand, der ganz tief in der Psychose drin steckt, empfindet sich nicht als krank, sondern die anderen spinnen, weil sie irgendwas nicht sehen/hören oder was weiß ich.

Nun ja, Du kannst Dich immer gerne an uns wenden. Finde ich super von Dir, dass Du Deine Freundin jetzt so unterstützt.

LG, Saskia

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