Infos über Depression und PPD + Tipps

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Milla

Infos über Depression und PPD + Tipps

Beitrag von Milla » 18:03:2006 15:52

Hallo liebe Leidensgenossinnen!

Schön, dass ihr zu diesem Forum gefunden habt!

Ich litt selber seit dem 3. Lebensmonat meiner Tochter an postpartale Depression und habe aus verschiedenen Gründen erst 7 Monate später professionelle Hilfe geholt (Hausarzt und Psychiater, Psychotherapie) und mich behandelt. .

Da die Informationen über die PPD leider im Internet eher spärlich und auch sehr zerstreut sind, habe ich gedacht, dass es euch eine große Hilfe sein könnte, hier eine Zusammenfassung von guten Links und Infos zu veröffentlichen.

Bitte lies aber zuerst die recht gute und ausführliche Infos auf der ersten Hauptseite des Vereins Schatten und Licht. Vor allem die folgenden Artikel sind sehr empfehlenswert:

* Die Krankheitsbilder
* Die Ursachen
* Hilfsmaßnahmen
* Präventionen
*Erfahrungsberichte

Depressionstests

http://www.depression.de/fragebogen/frs_fra.html

http://www.dr-mueck.de/HM_Depression/HM ... -Tests.htm

http://www.kompetenznetz-depression.de/

http://www.neuroplant.de/index.php

http://www.schatten-und-licht.de/frageb ... etzung.pdf


Symptome der PPD und PPS


http://www.schatten-und-licht.de/krankheitsbilder.html

http://www.qualitative-forschung.de/pub ... nition.htm

http://www.psychosoziale-gesundheit.net ... frau7.html


Seite des Psychiatrischen Zentrums Nordbaden (Universität Heidelberg):

http://www.mutter-kind-behandlung.de/


Homepage über die PPD von betroffenen Frauen:


http://members.telering.at/ppd.treff/

http://www.emk-frauenwerk.de/FrauenWege ... 4-2000.htm


Allgemeininfos über die PPD und die Depression im Allgemeinen:

http://focus.msn.de/gesundheit/depression

http://focus.msn.de/gesundheit/depressi ... /babyblues

http://www.depression-therapie-forschung.de/

http://www.dr-mueck.de/HM_Depression/HM ... -Infos.htm

http://www.depressions-sprechstunde.de/

http://www.c-d-k.de/


Infos über chemische Antidepressiva und anderen Psychopharmaka bei PPD/PPP:

http://www.frauen-und-psychiatrie.de/frameset.php

Viele Antidepressiva sind mit dem Stillen vereinbar!

Infos über Antidepressiva im Allgemeinen:

Depression ist eine Stoffwechselkrankheit des Gehirns, die sich am Effektivsten mit Antidepressiva behandeln lässt. Diese stellen innerhalb ein paar Wochen das optimale Neurotransmittergleichgewicht wieder her!

http://www.netdoktor.de/krankheiten/fak ... rsicht.htm

http://www.netdoktor.de/ratschlaege/fak ... ndlung.htm

Antidepressiva brauchen (egal ob pflanzlich oder synthetisch) mindestens 2 Wochen Zeit, bis sie anfangen zu wirken, meist entfalten sie ihre volle Wirkung erst nach 4 bis 6 Wochen. Darum bedeutet eine Woche ohne Medis eine Verschiebung der Genesung, also eine Verlängerung der Qual! Nimm also baldmöglichst einen Termin bei einem Psychiater, um die Einnahme von ADs nicht länger zu verschieben!

Die synthetischen ADs können Nebenwirkungen haben, die aber nach 1 bis 2 Wochen wieder abklingen werden. Manche Frauen aber haben gar keine oder sehr geringe Nebenwirkungen! Dazu kommt, dass die Depression in diesen ersten beiden Wochen sich verschlimmern kann. Es heißt also, am Anfang durchhalten, nach 2 Wochen wird es dann besser! Vielleicht kann sich der Ehepartner in diesen ersten Wochen Urlaub nehmen, um euch zu unterstützen oder ihr beantragt eine Haushaltshilfe für die ersten Wochen nach der ersten Einnahme des ADs!

Es kann sein, daß ihr 1, 2 oder 3 Ads ausprobieren muss, bevor ihr das richtige AD findet, man muss also ein wenig Geduld in diesem Fall haben. Aber vielleicht ist das erste AD schon das Richtige für euch!

Der Arzt verschreibt zuerst eine niedrige Dosis, damit der Körper sich daran gewöhnen kann, dann erhöht er die Dosis langsam, bis die optimale Wirkung eingetreten ist.

Bitte benachrichtigt schnellstmöglichst eueren Arzt, falls die Nebenwirkungen des Antidepressivums (oder anderen Psychopharmaka) zu stark sind oder zu lange dauern. Dies kann ein Zeichen sein, dass ihr dieses Medikament nicht verträgt und ein anderes probieren sollt! Nur der Arzt kann aber dies entscheiden!

Sehr wichtig auch:ADs müssen langfristig eingenommen werden-mindestens 6 Monate lang, meist aber 1 Jahr oder sogar mehrere Jahren -um Rückfälle zu vermeiden. Sie dürfen nie auf eigene Faust abgesetzt werden, denn dann droht ein Rückfall der Depression, der sogar schlimmer als die erste Depression sein kann! ADs müssen deswegen nach einer langen Einnahme sehr langsam reduziert werden und nur in Absprache mit dem Arzt!

Infos zur alternativen Heilmethode

Da sich die meisten doch eher scheuen chemische Mittel einzunehmen, kann auch dazu eine alternative Heilmethode angewandt werden. Dazu gibt es eine Reihe von Methoden die meist vom Heilpraktiker/in durchgeführt wird. Die Heilpraktikerin kann eine Therapie mit Bachblüten oder homöopathischen Mitteln durchführen.

http://www.sanfte-therapie.de

http://www.homoeopathie.de

Ebenso gibt es noch einige andere Zweige in der Naturheilpraxis die empfehlenswert sind und durchaus eine alternative zu den chemischen Mitteln sind. Wie z.B. Kinesiologie, Familienaufstellungen, Cranio-Sacral-Therapie, Hypnosetherapie

http://www.kinesiologiehilft.de/

http://www.systemische-familienaufstell ... /start.htm

http://www.therapeuten.de/therapien/craniosacral.htm

http://www..therapeuten.de/therapien/heilhypnose.htm

http://www.neurapas.de

http://www.heilkraeuter.de

Oft ist es so dass eine sehr tiefe Krise mit einem antidepressiven Medikament behandelt werden muss. Es wäre vielleicht auch gefährlich eine schwere, tiefe Krise alternativ zu behandeln da der Heilungsweg längere Zeit in Anspruch nimmt. Daher ist in den meisten Fällen eher eine medikamentöse Behandlung im Vorfeld nötig. Jedoch kommen viele an einen Punkt wo sie mit der Medikamenteneinnahme nicht mehr weiter kommen. Bei manchen, wo die Depression durch körperliche Missstimmungen ausgelöst wurden, wie z.B. Hormonstörungen oder Stoffwechselstörungen im Gehirn, kann sie mit den Medikamenten geheilt werden. Aber bei vielen Fällen wo die Medikamenteneinnahme irgendwann nichts mehr bringt stößt man an einen Punkt wo man sich fragt was soll ich nur tun warum wird es nicht besser oder geht nicht weg. In solchen Fällen ist es oft so dass sie familiär vorbelastet sind, das die Depressionen durch die Familie geht. In diesen Fällen hilft dann der alternative Heilungsweg.

Infos über alternative Medizin

Bei leichteren bis mittelschweren Depressionen können auch pflanzliche oder homöopathische Mittel helfen. Da kann man sich in der Apotheke beraten lassen oder evtl. auch von der Heilpraktikerin. Als erstes wird immer hochdosiertes Johanniskraut empfohlen. Es müssen mindestens 900 mg am Tag sein. Die meisten Präparate haben 300 mg. Da wäre es zu empfehlen 3x 1 zu nehmen. Dazu kann man eine Mischung auf Bachblütenesenzen, australischen Buschblütenessenzen, Neurapas, Borretschölkapseln, Nachtkerzenölkapseln, Fischölkapseln.

Gute apothekenpflichtige Johhanniskrautpräparate auf dem Markt sind (Aussage meines Psychiaters):
*Jarsin
*Neuroplant
*Laif

Bitte bedenkt, dass nicht alle Präparate qualitativ hochwertig sind und dass Johanniskraut wie synthetische ADs auch 2 bis 4 Wochen Zeit braucht, um anfangen zu wirken, 4 bis 6 Wochen um seine volle Wirkung entfalten zu können. Eine Erstverschlimmerung der Depression in den ersten 1-2 Wochen ist normal, ab der 3. Woche soll eine Aufhellung der Stimmung zustande kommen.
Die Mindestdosierung soll 900 mg pro Tag (die auf 1200 und evtl. 1800mg maxi. gestiegen werden kann) betragen, unter dieser Dosis tritt womöglich keine Besserung ein.

Bitte bedenkt auch: in wissenschaftlichen Studien sprechen ca. 70% der depressiven Patienten auf Johanniskrautpräparate. Dies bedeutet, dass dieses Antidepressivum bei ca. 30% der Patienten nicht wirkt, so wie es der Fall bei synthetischen ADs sein kann. Dies bedeutet, daß ihr unbedingt zu einem synthetischen AD wechseln solltet, falls ihr Johanniskrautpräparat bei euch innerhalb von 4-6 Wochen keine Besserung bewirkt hat!

Bitte bespreche mit euerem Arzt über diese Behandlungsmöglichkeit!

Fischöl gegen Depression:

http://www.pharmazeutische-zeitung.de/f ... pharm3.htm


„Für Anwendungen im Zusammenhang mit Stress, Angst und Depression empfiehlt sich aufgrund der Studien die Einnahme einer Dosis von 1000 mg bis 2000 mg (1 bis 2 Gramm) der essenziellen Fettsäure EPA pro Tag.“


Ãœber die Hormontherapie bzw. die Progesterontherapie:

Manche Fachleuten denken, dass der rasche Hormonabfall nach der Entbindung bzw. der plötzliche Mangel an Progesteron (Mangel an Progesteron macht müde und depressiv) bzw. das Ungleichgewicht zwischen Östrogene und Progesteron (zu viel Östrogene macht reizbar ) mitverantwortlich für die Entstehung der PPD/PPS bzw. des prämenstruellen Syndroms sei.
Manche Frauen würden deswegen von einer Hormontherapie mit Progesteron (Yamswurzel, Mönchpfeffer, Diosgeninöl) profitieren:

http://www.schatten-und-licht.de/hilfsmassnahmen.html

Infomaterial zu Hormontherapie (und Test) beim Verein per Email anfragen!

http://www.hormonselbsthilfe.de./

http://www.agnucaston.de/


Infos über Psychotherapie:

Wissenschaftliche Studien belegen, dass eine Kombination aus Antidepressiva und Psychotherapie die besten Heilungschancen bei Depression bietet! Damit ist die Depression eine sehr gute und sehr schnelle behandelbare Krankheit

http://www.netdoktor.de/krankheiten/fak ... _tipps.htm

http://www.netdoktor.de/krankheiten/fak ... erapie.htm

http://www.netdoktor.de/krankheiten/fak ... erapie.htm

Ein guter Psychiater wird euch gleichzeitig Antidepressiva und Psychotherapie verschreiben!

Zur Psychotherapie: Der richtige Therapeut?

http://www.emotion.de/wissen/therapeut.html

Sport gegen Depression

Bewegungstherapie wird auf Depressionsstationen in psychiatrischen Kliniken angeboten.
Eine gute Möglichkeit, sich als Mutter mit Kind(ern) zu bewegen, ist mit dem Buggy regelmäßig spazieren zu gehen oder besser, zu walken (schnelles Gehen).Dabei tankt der Körper frische Luft und natürliches Licht, die die Stimmung auch heben.

http://www.nofreudnoprozac.org/article. ... article=10

http://www.paradisi.de/Health_und_Ernae ... s/1680.php

http://www.tk-online.de/centaurus/gener ... sId=112708

“Körperliche Aktivität steigert das psychische Wohlbefinden durch die Ausschüttung körpereigener "Glückshormone" (Endorphin, Serotonin, Dopamin), die wie Antidepressiva aus der Apotheke wirken. So macht Sport nicht nur den Körper fit, er ist auch Medizin für die Seele. Deshalb ist Sport für Menschen mit Depressionen besonders gut geeignet.

Den besten antidepressiven Effekt hat regelmäßiges, moderates Ausdauertraining: Ideal sind drei- bis fünfmal pro Woche jeweils 30 bis 60 Minuten (Anfänger auch weniger). Eine sinnvolle Ergänzung zum Ausdauersport sind Übungen zur Entspannung und Körperwahrnehmung. Wichtig ist neben den biologischen Glücksbringern auch das eigene Glücksempfinden beim Sport - Spaß muss er machen! Außerdem fördert Sport das Selbstbewusstsein und Training in der Gruppe schafft soziale Kontakte.

Günstige Sportarten:
• Jogging
• Walking
• Wandern
• Radfahren
• Inline-Skating
• Schwimmen
• Aquajogging
• Aerobic
• Gymnastik
• Tanz
• Rudern
• Skilanglauf
• Ergometertraining (auch zu Hause möglich)
• sanftes Krafttraining
• Spiele

Ungünstige Sportarten:
• Aggressive und Konkurrenzorientierte Sportarten
• Leistungssport
• komplexe Sportarten, die für einen Einsteiger sehr schwer erlernbar sind, wie etwa Wettkampforientierte Ballspiele, Kampfsport. „


http://www.depression-therapie-forschung.de/

Der Autor hier preist ausschließlich das Laufen als Mittel gegen Depressionen. Ich finde persönlich, Laufen ist eine Zumutung für Sportanfänger und für die Gelenke. Ich komme persönlich mit Walking und anderen sanfteren Ausdauersportarten (Schwimmen, Step-Areobic) viel besser klar, da ich damit nicht außer Atem gerate und somit viel länger aushalten kann. Und diese Erfolgserlebnisse steigern die Motivation, Sport regelmäßig zu treiben, enorm.

Infos zu Haushaltshilfe:

Ich empfehle euch, euch von ihrem Arzt eine Haushaltshilfe verschreiben zu lassen, die euch im Haushalt entlasten kann.

Ihr musst dafür den Antrag selber bei der Krankenkasse verlangen, dann ihn ausfüllen, eine Bescheinigung eures Zustandes (liegt beim Antrag) vom Arzt unterschreiben lassen (Arzt schreibt Diagnose und Begründung der Haushaltshilfe, dazu Stunden pro Tag und sehr wichtig: die Dauer der Hilfe. Lass am besten gleich 2 oder 3 Monate verschreiben, denn bis ihr den Antrag zurückgeschickt habt und die Krankenkasse euch die Genehmigung geschickt hat, kann es noch 2 Wochen dauern-Mein Hausarzt hatte mir nur 1 Monat verschrieben, so dass ich insgesamt nur 2 Wochen in Anspruch nehmen konnte!),das Ganze zurückschicken und innerhalb 10-15 Tagen solltet ihr die Genehmigung der Kasse bekommen. Dann ruf eine Organisation an (z.B. Caritas Verband), die solche Hilfen anbietet.
Sie werden euch schnell jemanden schicken.

Zur Info: ich empfehle euch, mindestens 3 Stunden pro Tag zu verlangen, 4 Stunden reichen meiner Erfahrung nach vollkommen. Vielleicht kann die Haushaltshilfe gegen 11 Uhr kommen, um das Mittagsessen vorzubereiten und die Küche danach aufräumen, das spart viel Arbeit und die restlichen Stunden am Nachmittag kann sie das Haus putzen, die Wäsche bügeln, usw.

Ihr musst selber ca. 10% der Hilfe finanzieren, mindestens 5 Euros pro Tag bezahlen, maximal aber 10 Euros. Meine Krankenkasse bezahlt z.B. 15 Euros pro Tag die Haushaltshilfe, macht für 3 Stunden ca. 45 Euros, also musste ich ca. 5 Euros pro Tag bezahlen. Die Haushaltshilfe überreicht euch einen Stundennachweis (verlangt, es am ersten Tag schon auszufüllen, denn nach 5 Tagen weiß man nicht mehr, wann sie dann war -es sei denn, ihr habt vereinbart, dass die Hilfe immer die vollen (z.B.) 3 genehmigten Stunden im Haus bleibt) und bekommt das Geld direkt von der Krankenkasse. Diese schickt euch dann eine Rechnung für den Eigenanteil (also 100 bis 200 Euros pro Monat, die sich lohnen!).
Aus Sicherheitsgründen, empfehle ich euch, alle wertvolle Sachen (Geld, Papiere, Schmuck, usw.) in einem Raum wegzusperren und den Schlüssel des Raumes bei euch zu behalten, solange die Haushaltshilfe im Haus ist. Und sie niemals allein im Haus zu lassen! Ich habe nämlich keine gute Erfahrung in dieser Hinsicht gemacht, denn nach 2 Tagen war eine teuere Parfumflasche (70€) und Geld aus meiner Börse verschwunden, nachdem ich die junge Frau (kam mit Sportwagen zur Arbeit!) allein im Haus gelassen hatte, um mit meiner Tochter spazieren zu gehen. Aus diesem Grund musste ich sie nach 2 Tagen entlassen! Aber sonst war sie mir von großer Hilfe.

Diese Hilfe könnte ihr immer wieder verlängern lassen, solange ihr noch zu müde seidt! Dafür einfach einen neuen Eintrag bei der Krankenkasse rechzeitig verlangen und Bescheinung erneut vom Arzt unterschreiben lassen.

Diese Hilfe kann sehr sehr nützlich sein, solange ihr unter Antriebslosigkeit und Erschöpfung leidet, vor allem mit 2 Kindern und in der ersten Zeit der Einnahme eines Antidepressivums, der eine Erstverschlimmerung der Depression hervorrufen kann , und also der Müdigkeit.

Scheut euch nicht, diese Hilfe in Anspruch zu nehmen, es ist euer gutes Recht! Denkt daran, dass in traditionellen Gesellschaften Mütter komplett vom Haushalt in den ersten Monaten nach der Geburt entlastet werden, das Baby und die älteren Kinder dazu oft von der Verwandtschaft gepflegt werden, während wir , westliche Mütter, alles, Haushalt und Kinderpflege, allein gleich nach der Geburt bewältigen müssen! RUHE und ENTSPANNUNG sind genauso wichtig zur Genesung und Erholung wie Medikamente und Psychotherapie, denn Stress spielt eine erhebliche Rolle in der Entstehung der Depression!

Mein letzter aber nicht weniger wichtiger Rat: warte nicht länger, um professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen! Um so schneller ihr handelt, euch behandelt, um so schneller werdet ihr wieder gesund , euch wieder an euer Leben und euere Kinder freuen und euch wundern, warum ihr das nicht früher gemacht habt! PPD heilt nicht immer von selbst, unbehandelt kann sie zur monatelangen oder sogar jahrelangen Qual werden, euere Beziehung wegen der extremen Reizbarkeit zu eueren Kindern und euere Ehe gefährden! Und eine leichte unbehandelte PPD kann irgendwann zu einer schweren PPD werden!
Dabei ist die PPD eine sehr gute behandelbare Krankheit, dank der Medikamente , der Psychotherapie und der Entlastung im Haushalt werdet ihr sehr schnell wieder euer Leben und euere Kinder genießen, wieder Lebensfreude und Lebenslust spüren, euere Gedanken werden wieder klar und frei ,euere Stimmung wieder hell, statt Antriebslosigkeit werdet ihr wieder Energie spüren, ihr werdet wieder gut schlafen und euch am Morgen erholt fühlen!

Also, mache nicht wie ich und vielen anderen Frauen hier im Forum. Ich habe 7-8 Monate lang gebraucht, um Hilfe zu holen und habe erstaunt festgestellt, dass mit den richtigen Maßnahmen (Antidepressivum, Psychotherapie, Haushaltshilfe) meine Beschwerden innerhalb 3-4 Wochen verschwunden sind! Wie viel Leid wäre mir erspart geblieben, wenn ich diese Maßnahmen gleich zu Anfang meiner Krankheit ergriffen hätte!

Noch eine Bemerkung: bitte betrachte die Therapien wie Fischöltherapie und Sporttherapie als komplementär zu der Antidepressivatherapie! Antidepressiva sind in Kombination mit Psychotherapie immer noch das Mittel der Wahl, um Depressionen zu heilen. Fischöl- und Sporttherapie können die Genesung beschleunigen bzw. unterstützen, aber meiner Meinung nach nicht allein hervorrufen!

valentina

Beitrag von valentina » 18:03:2006 17:04

:-) Hey Milla
Du hast dich ja echt kundig gemacht! :-) Ich finde deine Infos supertoll, vielen Dank! :!: Du bist ja eine echte Fachfrau geworden, was die PPD angeht. Ich denke, mit dieser Fülle von Informationen hilfst du sehr vielen Frauen weiter! Liebe Grüsse! :!: Valentina

Milla

Beitrag von Milla » 18:03:2006 17:14

Danke Valentina! :D

Das ist so lieb von dir! :oops:

Ich hoffe in der Tat,daß diese Infos viele Frauen helfen werden,diese Krankheit besser zu verstehen und vor allem,sie ermutigen werden,etwas schnellmöglichst dagegen zu tun.Denn Depression ist heilbar! :D

Blancanieves

Beitrag von Blancanieves » 18:03:2006 21:42

************************************


JA!! MILLA DU BIST EINFACH DIE COOLSTEBild


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Christina

Beitrag von Christina » 18:03:2006 22:11

Hey Milla,

Bild

Da hast du dich ja richtig reingekniet, super. Mächtig informativ. Wenn du nichts dagegen hast werd ich mir das kopieren und noch ein paar Infos zur alternativen Heilmethode (Heilpraktiker, Familienaufstellung, Kinesiologie, Cranio-Sacral usw. ) hinzufügen und in unser Einführungsforum einfügen.

Bild

Super erklärt.

LG
Chris

Patricia

Beitrag von Patricia » 18:03:2006 23:37

Boa Milla das ist aber wirklich total klasse was Du da gemacht hast!

Vielen Dank! Wirklich super!

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Marika
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Beitrag von Marika » 19:03:2006 9:04

Super Milla,

es ist total wichtig, dass man - wie du schon schreibst - die Krankheit VERSTEHT und das tut man, wenn man deinen Beitrag liest!

Ganz toll - Kompliment!

Liebe Grüße von
Liebe Grüße von
Marika

Diagnose:
schwere PPD 2005
heute völlig beschwerdefrei mit 10 mg Cipralex

Milla

Beitrag von Milla » 20:03:2006 18:49

. Mensch,Mädels,es ist ja soooo lieb von euch…ich bin tief gerührt ! Bild

Wißt ihr was?Das wollte ich euch seit langem schreiben,hatte mich aber noch nie getraut…

ICH LIEBE EUCH!!!!! Bild

Ihr seidt einfach wie eine kleine Familie für mich geworden,mit so viel Zusammenhalt,ihr seidt mir einfach ins Herz gewachsen,das hätte ich am Anfang nicht gedacht!

Es würde mich freuen,euch nächstes Jahr kennenzulernen,ich war dieses Jahr leider zu schwach dafür!

@Christina:du hast natürlich meine Genehmigung,auch für die von dir hinzugefügte Themen .Du kannst alles kopieren und in die Infosseiten des Vereins hinzufügen!Vielleicht könntest du aber vorher die Grammatik-und Rechtsschreibungsfehler korrigieren! :wink:

Seidt alle lieb gegrüßt! :D

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