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Kenny
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Hallo ihr Lieben

Beitrag von Kenny » 18:11:2017 9:12

Hallo,
ich bin neu hier und möchte mich kurz vorstellen. Ich bin 33 Jahre alt und habe am 18. Mai meine erste Tochter zur Welt gebracht. Die Schwangerschaft und die Geburt verliefen super, also keine Komplikationen. Ich war so stolz auf mich, auch die ersten Tage zu Hause wusste ich genau was zu tun war. Die Beziehung zu meinem Freund war ein ständiges Auf und Ab, aber wir rauften uns zusammen und entschieden uns für das Baby. Zu diesem Zeitpunkt hatten wir noch getrennte Wohnungen, was ich auch gar nicht so schlimm fand. Doch schon in der Vorbereitungsphase ließ er mich gefühlt mit allem Alleine. Doch ich habe versucht immer positiv zu denken. Bis zu dem Zeitpunkt an dem meine Tochter, 1 Monat alt war und ich in meiner Wohnung einen Wasserschaden hatte und ich sofort ausziehen musste. Da war ich schon ziemlich gestresst, wir beschlossen also das ich erstmal mit der Kleinen zu ihm ziehe.

Dann haben die Ängste begonnen, neue Wohnsituation, Alltag mit Baby, ich musste meinen Hund weggeben etc. Leider sind mir diese Angstsymptome mit depressiver Verstimmung nicht neu. Mit etwa zwanzig fing das alles an, aber irgendwie habe ich immer wieder geschafft alles zu meistern. In den letzten Jahren war ich relativ stabil und wollte einfach nur ein "normales" Leben führen.

Meine jetzige Situation: Als die Ängste wieder kamen habe ich sofort meine Therapeutin kontaktiert, sie hat mich als Akkutpatient irgendwie dazwischen geschoben, dennoch sind die Termine in sehr großen Abständen. Und irgendwie meinte sie auch, ich bin noch nicht stabil genug für eine Therapie, ich sollte überlegen mich stationär aufnehmen zu lassen. Beim Psychiater bin ich auch und nehme Medikamente, aber irgendwie habe ich gerade das Gefühl das nichts wirklich hilft. Ich möchte wirklich nicht in eine Klinik. Zu meinen Symptomen, ich leider unter extremer Unruhe und Angespanntheit, Schlafstörungen und Appetitlosigkeit. Mal gibt es Tage da geht es ganz gut und mal denke ich, ich schaffe das alles nicht...Vielleicht bin ich die einzige, bei der es nie wieder weg geht, so meine Gedanken... (Durch meine Vorgeschichte) Ich liebe meine Tochter sie ist zum Glück auch sehr pflegeleicht, ich bekomme sie auch gut versorgt, aber mir geht es einfach nicht besser. Und diese Gedanken das ich für immer damit leben muss, schrecklich. Was ist wenn ich sie nicht versorgen kann wenn sie älter ist? Ausflüge, Kita, vor allem hab ich Angst...

Ich hoffe ich kann mich hier mit einigen austauschen, denn ich will es schaffen...Nur im Moment ist jeder Tag eine Qual und ich bin froh wenn er vorbei ist...

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Marika
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Re: Hallo ihr Lieben

Beitrag von Marika » 19:11:2017 11:58

Ein liebes Hallo von mir, liebe Kenny!

Es tut mir sehr leid, dass du gerade in einem Tief steckst, aber du hast bereits alle Hebel in Bewegung gesetzt. Dazu hast du einen starken Willen, da auch wieder heraus zu kommen - und du packst das auch! Es braucht nur leider Geduld.

Wie lange nimmst du die Medis schon? Du weißt sicher, dass es Wochen dauert, bis endlich eine spürbare Besserung eintritt. Es gibt hier auch viele Frauen, die sehr von einem stationären Aufenthalt profitiert haben, oder auch Tagesklinik.

Wir werden auf jeden Fall hier alles tun, um dir diese schwierige Zeit zu erleichtern. Das wird wieder - wir stehen dir bei!
Liebe Grüße von
Marika

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schwere PPD 2005
heute völlig beschwerdefrei mit 10 mg Cipralex

Kenny
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Re: Hallo ihr Lieben

Beitrag von Kenny » 20:11:2017 8:49

Hallo liebe Maria,

danke für deine lieben Worte. ;) Ich nehme jetzt seit ca. 8 Wochen 30 mg Citalopram morgens und 15 mg Mirtazapin abends (finde ich ist schon eine hohe Dosis???), bis vor kurzem habe ich über einen Zeitraum von zwei Wochen Lorazepam genommen, mit dem es mir viel besser ging, ich hatte sehr guten Appetit und war viel ruhiger. Ich weiß leider das man Geduld haben muss, aber es fühlt sich so schlimm an.

Zu allem übel wenn ich sehr angespannt bin, rauche ich viel und trinke gerne Kaffee. Ich schaffe nicht mir das zu verbieten :( Im Moment fällt mir morgens schon das duschen schwer und ich könnte den ganzen Tag nur auf der Couch sitzen, was aber auch nicht lange funktioniert, da dann die innere Unruhe kommt.

Wie hast du es denn geschafft??? Und wie lange hat es gedauert??? Ich weiss gerade nicht wie ich die schlimme Zeit überstehen soll...

Liebe Grüße, Kenny

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Marika
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Re: Hallo ihr Lieben

Beitrag von Marika » 21:11:2017 8:59

Hallo Kenny,

ich hatte die gleiche Medikation wie du! Nur hatte ich Cipralex (ist aber fast identisch mit Citalopram). 8 Wochen sind noch wenig - aber in dem Stadium hast du bald einen Wirkstoffspiegel erreicht und wirst auch eine Besserung merken. Ich weiß es ist schwer jetzt aus zu harren, aber du packst das!

Mir hat in der schweren Zeit sehr gut geholfen:
- den Tag strukturieren (also einen Plan zu machen und mich so den Tag entlang zu hangeln)
- Bachblüten
- Bücher zum Thema lesen
- Leute um mich haben (Freunde, Mama usw...)
- hier im Forum zu schreiben

Ich habe mich jeden Tag aufgerafft und bin schon morgens mit dem Kinderwagen raus gegangen. In die Stadt bummeln z.B. Bei jedem Wetter und auch wenn ich mir selber in den Allerwertesten treten musste... :wink: Da traf ich denn auf andere Mütter und man kam ins Gespräch... Die waren gesund, es ging den meisten aber genau gleich wie mir: es fiel ihnen daheim die Decke auf den Kopf und daher gingen sie schon morgens raus. Jeden Tag habe ich genau strukturiert - das hilft sehr in schwierigen Zeiten. Also keinen Leerlauf entstehen lassen, sondern planen was man wann genau macht.

Bachblüten waren auch ganz tolle Helfer. Ich habe mir Bücher geholt, mich in die Materie gestürzt und dann Mischungen für selber zusammen gestellt. Einfacher geht's natürlich, wenn man sich die in der Apotheke holt. :wink:

Ganz wichtig für mich: Bücher zum Thema lesen, je mehr ich verstand was da in meinem Gehirn passiert und z.B. ein AD wirkt, umso mehr Sicherheit gab mir das.

Dann natürlich Leute um mich haben: entweder hier im Forum, oder ich habe meine Eltern besucht, Freunde usw...

Bei mir hat es ein ganzes Jahr und 3 Anpassungen der Medis gebraucht, bis ich endlich stabil wurde. Nach 2,5 Jahren Therapie und AD in Höchstdosis, habe ich langsam reduziert und die Therapie beendet. Da war ich stabil - heißt, ich hatte keine Tiefs mehr. Gelernt habe ich aber immer weiter in all den Jahren, denn ich habe meine "Besonderheit" angenommen und mich weiter damit beschäftigt. Schon alleine das Schreiben hier im Forum über alle die Jahre, hat mir immer wieder ganz viele "Aha" - Erlebnisse beschert und mich stetig weiter gebracht! :D
Liebe Grüße von
Marika

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Kenny
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Re: Hallo ihr Lieben

Beitrag von Kenny » 01:12:2017 10:33

Hallo Marika,

danke für deine Antwort. Es tut so gut zu lesen, das du es geschafft hast. Ich hoffe so, das ich auch auf dem "Richtigen" Weg bin. Ich versuche auch meinen Tag zu strukturieren, trotzdem echt schwierig sich immer wieder aufzuraffen. Manchmal kommen mir die Tage so ewig lang vor. Ich weiss das es harte Arbeit ist. Was waren denn bei dir z. B. versteckte Verhaltensmuster, an denen du arbeiten musstest?? Ich habe irgendwie, immer Angst das ich das alles nicht richtig umsetze...Ich hatte gestern einen Termin beim Psychiater, habe jetzt noch zusätzlich Elontril bekommen, mal schauen...Ich wäre schon so froh, wenn ich nur ein bisschen ruhiger werden könnte. Ich habe sehr viel Unterstützung von meiner Mama und meiner Schwester, nur manchmal Angst das ich sie nerve. Von meiner Mama muss ich mir aber immer anhören, das ich nichts ändere, ist aber auch schwer in so einer Situation, fühle mich dann immer ganz schnell unverstanden.

Die Beziehung zu meinem Freund ist leider auch sehr schwierig, wenig bis gar keine Unterstützung, manchmal denke ich es wäre leichter wenn er einfach nur netter zu mir sein könnte. Ich glaube es läuft auf eine Trennung hin, aber momentan habe ich einfach nicht die Kraft um auszuziehen, ich würde mich dann auch völlig alleine fühlen. Oh man ich hoffe einfach nur, es wird alles bald besser. Die Medikamente müssten doch bald mal eine Wirkung zeigen??? Welche Symptome hattest du denn? Könntest du mir eventuell mal einen kleinen Tagesablauf zu schicken?

DANKE für deine Unterstützung ;)

Astrid
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Re: Hallo ihr Lieben

Beitrag von Astrid » 03:12:2017 15:37

Hallo Kenny,

auch ich kenne diese Situation. Das Warten darauf, dass die Medis wirken, bzw. dass man das richtge Medikament findet. Aber du bist auf dem richtigen Weg und hast dir sehr schnell Hilfe gesucht. Toll gemacht!!! Du brauchst nur eine große Portion Geduld, und ich würde dir im Nachhinein raten, nimm jede Hilfe an, die du bekommen kannst. Mache dir keine Gedanken, wie es deiner Mama oder deiner Schwester dabei gehen könnte, sie sind wahrscheinlich froh, dass sie dich unterstützen können. Du kannst auch Hilfe über die Krankenkasse bekommen, wenn es dir sehr schlecht gehen sollte (Haushaltshilfe, etc.). Eine Klinik, wo du die Zeit der Medi Einstellung mit strukturiertem Alltag überbrücken könntest, wäre auch eine Alternative. Es gibt Kliniken, die dich mit der Kleinen aufnehmen. Schade, dass Du deinen Alltag mit Kind, der in deiner alten Wohnung so gut funktioniert hat, nicht weiterleben konntest. Was würde Dir in deiner jetzigen Situation helfen, gut tun? Abstand zu deinem Freund? Aber ich musste erkennen, dass die Krankheit auch oft die Gefühle zum Partner beeinflusst, und diese nicht immer echt sind. Ich kann dir den Rat geben, rauszugehen, auch wenn man sich verkriechen möchte. Das ist unglaublich anstrengend, aber es ist ein Schutz vor dem völligen Aufgeben. Es gibt viele Dinge, die du auch mit der Kleinen machen kannst. Pekip Kurse, Babyschwimmen, Babymassage, Rückbildungsgymnastik (gut für Körper und Seele), Kinderwagentreffs in Familienzentren. Viele Tipps kommen auch über den Familienbesuchsdienst. So hättest du feste Termine, die Du wahrnehmen kannst. Sonst geht es um Aufstehen, Frühstücken, Kind versorgen, Einkaufen, Mittagessen ; Mittagsschlaf, Besuch/Aktivität/Spazieren, Baden, Abendessen, Abendritual. Nimm dir nicht zu viel vor, kleine Babyschritte reichen. Ist es bei dir morgens auch am schlimmsten? Ich weiss, ich war immer in Panik, und dachte, wie komme ich bloss über diesen Berg/Tag... .
Das Gefühl alleine zu sein mit der Angst ist furchtbar, aber du bist nicht alleine, wir sind bei Dir. Schreib dir hier alles von der Seele, wir sind da. Wenn es dir gut tut alleine etwas zu machen, dann fordere die Zeit bei deinem Partner ein, oder bitte deine Mama auf die Kleine aufzupassen. Gönne dir eine Massage, ein Besuch im Kino mit einer Freundin, einen Mädelabend... . Ich weiss, eigentlich will man nur in sein Loch kriechen und alleine sein, aber es wird wieder besser, glaube mir. Erst einmal ganz viel Kraft und Geduld von Astrid
schwere PPD nach der Geburt des ersten Kindes 2006
2011 zweites Kind ohne PPD
heute gesund ohne Medis

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Marika
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Re: Hallo ihr Lieben

Beitrag von Marika » 05:12:2017 9:40

Hallo,

sorry für die späte Antwort, waren gerade in einem Kurzurlaub!

Also hier ein kleiner Tagesablauf von damals:

7.00 - aufstehen, anziehen, Kind fertig machen
7.45 - Mama abholen und sie in die Arbeit begleiten
8:30 - in die Stadt bummeln, erster Kaffee, andere Mamas treffen
11.00 - nach Hause, kochen für Mittag
12.00 - Essen mit Mann und Kind
13:00 - Mittagsschlaf mit Kind
15:00 - Besuch von einer Freundin mit Kind (Kaffee, quatschen...)
18:00 - Kind baden, langsam Bettfertig machen
19:00 - Mann kommt heim - alles wird leichter... :wink:

Es ist natürlich schwer, wenn du von deinem Freund keine Unterstützung hast. Vielleicht würde es helfen, wenn er mal mit deinem behandelnden Arzt redet?

Meine Hauptsymptom waren Zwangsgedanken gepaart mit Angst-und Panikattacken. Ich konnte nur sehr schwer alleine mit meinem Kind sein, hatte aber auch sehr tolle Unterstützung von meinen Eltern und Verwandten. Dann natürlich 2x wöchentlich Therapie, in der ich viel gearbeitet habe. Generell waren meine Knackpunkte: zu wenig Selbstvertrauen und zu wenig Selbstliebe. Dass dies Hauptpunkte waren, habe ich aber erst in meiner Therapie erkannt und konnte somit erst da daran arbeiten.
Liebe Grüße von
Marika

Diagnose:
schwere PPD 2005
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Kenny
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Re: Hallo ihr Lieben

Beitrag von Kenny » 12:12:2017 7:42

Hallo ihr Lieben,

Danke für eure lieben Worte und Ratschläge. Die letzten Wochen waren sehr chaotisch, immer wenn ich denke es wird besser passiert wieder irgendwas. Hatte Streit mit meinem Freund und war dann eine Woche bei meiner Mutter. Das hat mir sehr gut getan, da sie mir viel abnehmen konnte. Ich kann zur Zeit keine Nähe zulassen, das erdrückt mich, mein Freund kann das natürlich nicht verstehen, auch verständlich. Da es meiner Mutter dann aber auch zu viel wurde, bin ich gestern mit der Kleinen wieder nach Hause. Leider habe ich nicht das Gefühl, das die Medikamente anschlagen, vielleicht erwarte ich auch zu schnell zu viel. Ich kann mir gerade nur schwer vorstellen wie es wieder besser werden kann, kann diesen Zustand gerade nur schwer akzeptieren.

Kennt ihr auch die körperlichen Beschwerden, wie komische Wahrnehmung und so eine komische Enge??? Irgendwie habe ich gerade nur geringe Hoffnung, daß das wieder wird...Was ist wenn mir keiner helfen kann??? Ich gebe mir wirklich Mühe, stehe jeden Tag auf, versorge die Kleine (eine ganz liebe gut gelaunte Maus) und versuche zu Essen. Morgens ist es bei mir auch am schlimmsten, das Frühstücken fällt mir schwer und auch das Mittag kochen, da ich nur wenig Appetit habe. Kennt denn jemand eine schöne Klinik die nicht so einen "Klinik Charakter" hat??? War schon mal in einer Tagesklinik und das fand ich ganz schlimm, deshalb möchte ich es eigentlich ohne Klinik schaffen. Meint ihr Ich muss das jetzt alles aushalten und dann wird es irgendwann besser??? Ich fühle mich auch so unselbstständig und ich glaube die ganze Verantwortung die man für so ein kleines Wesen trägt erdrückt mich...Hätte vielleicht mal jemand Lust mit mir zu telefonieren, um mich eventuell ein bisschen zu beruhigen??? Das wäre lieb.

Vielen Dank für eure Unterstützung ☺

Astrid
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Re: Hallo ihr Lieben

Beitrag von Astrid » 12:12:2017 10:55

Hallo Du,

schön von Dir zu hören. Gut, dass Du eine Woche bei deiner Mama sein konntest!! Wieder eine Woche überstanden! Und toll, dass deine Kleine so ein liebes Baby ist. Schreib dir das auf. Leider (oder Gott sei Dank?) habe ich keine Erfahrung, was die Qualität der Kliniken angeht. Aber auf der Schatten und Licht Seite gibt es eine Adresse mit Listen von geeigneten Einrichtungen. Ich habe mich vor der Geburt meines zweiten Kindes informiert, um sicher zu sein, dass ich einen Ort habe, wo ich hingehen kann, bis mein Ad greift, falls es mich wieder erwischt, und hatte die LWL Klinik in Herten ausfindig gemacht. Ich komme aus dem Ruhrgebiet und wohne jetzt in Norddeutschland, so dass es für mich gut erreichbar gewesen wäre. Außerdem sind sie spezialisiert auf PPD und haben eine Mutter/ Kind Einheit. Aber nach der zweiten Geburt bin ich nicht erkrankt, und habe keine Klinik aufsuchen müssen. Ich kann mir vorstellen, das das Gefühl irgendwo aufgehoben, und unterstützt zu sein, dir wirklich gut tun würde. Gerade, weil Du wenig Unterstützung durch deinen Partner bekommst. Vielleicht würde dir auch eine Stundenweise Betreuung durch eine ambulante Hilfe zu Hause helfen? Du könntest deinen Hausarzt, behandelden Arzt darauf ansprechen. Die Krankenkasse würde das sicher unterstützen.
Körperliche Symptome hatte ich auch, zeitweise hatte ich das Gefühl gedämmt zu sein, Beklemmungen und Ängste hatte ich auch stark. Aber es wird wieder besser! Ich habe auch gezweifelt, ob es je wieder besser wird, ob mir überhaupt etwas hilft. Weil es so lange dauert, und nicht voran gehen will. Weil es mal einen guten Tag gibt, und man dann wieder Tage hat, wo man den Eindruck hat es tut sich gar nichts und man ist ganz Unten... . Aber ich bin wieder gesund geworden! Ich liebe und lebe und genieße es. Meine Therapeutin hat mir damals gesagt, dass dieses Zweifeln ganz typisch für eine Depression ist, aber das sie nie erlebt hat, dass es kein Medikament gibt, dass hilft. Das Suchen und Ausprobieren dauert nur so ewig, wenn man Pech hat. Sei umarmt und viel Kraft von hier an Dich

LG Astrid
schwere PPD nach der Geburt des ersten Kindes 2006
2011 zweites Kind ohne PPD
heute gesund ohne Medis

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