Gedanken dass mein Kind vertauscht wurde

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mymyheyhey
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Gedanken dass mein Kind vertauscht wurde

Beitrag von mymyheyhey » 29:09:2017 11:22

Hallo,

ich bin neu hie und habe ein riesiges Problem dass sich jetzt schon seit 3 Monaten hinzieht.
Es fing alles an damit, dass wir einen Vaterschaftstest gemacht haben, da ichnicht sicher war ob mein Freund der Vater unserer Tochter ist, obwohl sich die Gynäkologen um 6 bis 7 Wochen hätten verschätzen müssen, damit dies nicht der Fall war. Rückblickend muss ich sagen, war das schon komisch, aber zu dem Zeitpunkt habe ich das noch nicht bemerkt.
Nun der Vaterschaftstest war positiv, einen kurzen Moment, so ca. 2 Tage, hielt meine Freude auch an. Doch dann, spät abends an einem Donnerstag, als ich meinem Freund gerade seine Brote für die Arbeit machte, kam mir der Gedanke, dass wir uns ja nur für die Vater-Kind-Variante entschieden hatten und ich somit gar nicht mitgetestet wurde, es könne ja also sein, dass ich nicht die Mutter bin, das Kind sei vielleicht vertauscht worden undder Test stimmt nicht oder mein Freund ist fremdgegangen und die Frau hat etwa zur selben Zeit entbunden und das Kind wurde mit unserem vertauscht. Von Letzterem bin ich aber mittlerweile ab. Nun blieb aber die Möglichkeit, das der Test nicht richtig ist immer noch (das Unternehmen hat eine negative Google-Bewertung wegen eines angeblich falschen Ergebnisses).
Nun googelte ich lange umher um ein gutes Unternehmen zu finden, führe viele Telefonate mit Wissenschaftlern und entschied mich für Vater-Mutter-Kind-Test-Variante bei einem Unternehmen von dem ich keine negativen Bewertungen finden konnte.Mit explizieterAussage über die Mutterschaft. Auch dieser Test fiel positiv aus. Die nächsten Zweifel kamen,vielleicht seien die Proben miteinander vertauscht worden (von diesem Zweifel bin ich mittlerweile auch ab) und mein Freund und ich seien eventuell Halbgeschwister, sodass die Übereinstimmungen nur daher kamen, dass quasi ich und er und er und unsere Tochter getestet worden seien.
So, also musste der nächste Test her. Nur Mutter und Kind. Auch dieser Test fiel positiv aus. Doch: In manchen Feldern steht nur eine Zahl, was daran liegt, dass diese Werte wohl nicht doppelt bestimmt worden sind, erklärte man mir. Diese Felder (ich habe mit dem letzten Test verglichen, also die Vater-Mutter-Kind-Variante) sind beim letzten Test aber doppelt ausgefüllt, ohne dass sie doppelt bestimmt wurden (das weiß ich weil mir das die Frau von dem Mutter-Kin-Test gesagt hat, also dass man sie nur doppelt angibt wenn man sie auch doppelt bestimmt hat). Fazit: Das ganze Geld haben wir für nichts ausgegeben, damir diese Tests nichts gebracht haben.
Während der ganzen DNA-Tests habe ich übrigens noch einen Bluttest machen lassen, da unsere Tochter 0 positiv ist, mein Freund ebenfalls 0 positiv und ich A negativ. Da habe ich meinen Genotypen (ich bin A0 negativ) bestimmen lassen, was etwa so teuer ist wie ein günstigerer DNA-Test. Ich habe also eine Menge Geld ausgegeben, bzw. wir, und es bringt mir nichts. Meine Mum und mein Freund waren beide bei der Geburt dabei, Meine Schwetser kam ziemlich direkt nach der Geburt, alle sagen, sie ist es, aber ich kann das so nicht annehmen, da ich weiß dass es schon Frauen gab, die nicht bemerkt haben, dass ihr Kind vertauscht wurde (wider die Google-Suche).

Nun zum Thema, was ich auf ärztlicem Wege alles unternommen habe:
Zuerst probierte ich es mit einem Medikament, das mir mein Psychiater verordnete - Amisulprid. 10 Tage eingenommen und ich konnte nicht mehr schlafen, ich weiß nicht ob es daran lag oder an meiner Psyche, oder beides. Jedenfalls ging ich in eine Klinik (aus der ich mich nach fast 3 Wochen gegen Rat selbst entließ), wo man mich auf Olanazapin einstellte und mir Mittel zur Beruhigung dazu verordnete. Schlafen konnte ich wieder, doch der Gedanke blieb (er verschwand fast 8 Tage, kurz nachdem ich mich entlassen hatte, doch kam wieder mit dem Gedankenspiel, dass der Kopfumfang unserer Tochter nur einen halben cm gewachsen war mit dem Hintergrund, dass sie eine Geburtsgeschwulst bei der Geburt und auch noch eine Weile danach hatte).

So nun war ich wieder draußen und der letzte Test, von dem ich bereits oben schrieb, wurde gemacht.
Mein Psychiater verordnete dass ich das Olanzapin ausschleichen solle und verschrieb mir wieder Amisulprid, was mich sehr unruhig werden ließ, daraufhin verordnete er mir Queteapin, wobei ich jetzt noch bin. Wie es jetzt weitergehen soll, wissen wir nicht. Am 5.10. habe ich wieder einen Termin bem Psychiater. Nebenbei habe ich noch einen Verhaltenstherapeuten, der bis jetzt auch nicht weiter helfen konnte.

Kann mir hier jemand helfen??! Ich bin so verzweifelt, dass ich es gar nicht beschreiben kann.

isa7
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Re: Gedanken dass mein Kind vertauscht wurde

Beitrag von isa7 » 29:09:2017 20:52

Du steckst in deinem gedankenkarussel fest...das wird nicht aufhören bis du es durchbrichst. Du musst deine gedanken stoppen. Zb mit einem gummiband. Immer wenn der gedanke kommt dann schmust du an dem Band und sagst dir zb "Ah dich kenn ich Gedanke du darfst da sein aber ich habe jetzt keine Zeit für dich", dann machst du bewusst weiter was du gerade tust. Du musst aufhören darüber nach zu denken ab sie deine Tochter ist. Klar ist sie das du hast doch schon viele beweise. Lass los und geh nicht auf das Gedanken Karussel ein.. Das wird kein Ende nehmen. Lg

mymyheyhey
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Re: Gedanken dass mein Kind vertauscht wurde

Beitrag von mymyheyhey » 01:10:2017 13:24

Danke, aber der Gedanke lässt sich leder durch nichts abstellen. Meine Familie hat mir eine Frist von2 Monaten gegeben, zur Not wird ein letzter Test gemacht.

Hat denn jemand noch solche Erafhrungen oder bin ich wirklich die Einzige?

Lilly
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Re: Gedanken dass mein Kind vertauscht wurde

Beitrag von Lilly » 01:10:2017 22:47

Hallo Du,

irgendwie hab ich da viele Fragen...was heisst denn Deine Familie hat Dir eine Frist gesetzt?
Was haben die Ärzte diagnostiziert?
Begannen die Symptome erst nach der Geburt?

Ich kann mir vorstellen dass Du verzweifelt bist.
Aber ich habe den Eindruck es ist nicht ganz sicher was genau wie behandelt werden soll?
Oder Du traust oder glaubst den Ärzten nicht, oder nicht mehr?

Bei Zwangsgedanken wäre ein Antidepressivum und eine Verhaltenstherapie der übliche Weg.
Der Trick mit dem Gummiband wie Isa es beschreibt, hilft Zwangsgedanken zu erkennen, und das zwanghafte Denken zu verlernen. Das ist eine Übung.

Wenn bei entsprechender Diagnose die richtige Medikation gefunden ist wird es Dir in Verbindung mit einer Therapie sicher besser gehen.

Liebe Grüße
Lilly

mymyheyhey
Beiträge: 4
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Re: Gedanken dass mein Kind vertauscht wurde

Beitrag von mymyheyhey » 02:10:2017 12:21

Das ist es eben, die einen sagen Psychose, die anderen Zwangsgedanken und mein Psychiater sagt, es sind Wahnvorstellungen, ich bin am Donnerstag wieder bei ihm. Ich werde ihm sagen dass ich was anderes brauche, es bringt ja alles nichts. Einen Verhaltenstherapeuten habe ich auch.

Das mit der Frist ist so gemeint, dass ich es erst mal 2 Monate ohne verscuehn und mich bemühen muss, dass ich ihn nicht brauche. Aber ich habe wenig Hoffnung, ich würde ja gern einfach den beiden die bei der Geburt dabei waren, glauben, aber dann denke ich daran dass es schon passiert ist dass es nicht aufgefallen ist, dass Kinder vertauscht wurden und somit auch die beiden Personen die bei mir dabei waren, sich vertun könnten.

Es gibt Bilder von direkt nach der Geburt und nach dem ersten Wickeln, alle sehen "ein und dasselbe Kind" nur ich nicht.

Das Ganze fing erst 3,5 Wochen nach der Geburt an. Wobei ich sagen muss dass ich ähnliches schon bei meinen Haustieren hatte, dass sie krank sind etc.

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Marika
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Re: Gedanken dass mein Kind vertauscht wurde

Beitrag von Marika » 10:10:2017 13:37

Hallo du Liebe,

du bist in einer schwierigen Lage, weil du noch keine eindeutige Diagnose hast. Für mich klingst du sehr klar, du skizzierst deine Symptome anschaulich und verständlich und ich meine du bist dir klar, dass du ein Problem hast. Du hast also eine so genannte "Krankheitseinsicht" - das heißt du bist dir bewusst, dass deine Sorgen nicht der Realität entsprechen, dennoch fühlst du so. Das spricht eigentlich gegen eine klassische Psychose.

Ich möchte dir raten, auf jeden Fall weiter zu machen. Soll heißen: Medikament, Therapie. Habe ich das mit der Frist richtig verstanden: Du meinst damit einen neuen Test? Wenn ja - ist das der richtige Ansatz: Das Verlangen nach dem Test und der somit vermeintlichen "Sicherheit" solltest du hinaus zögern. Denn du versuchst damit ja deine Zweifel zu beruhigen, nur leider immer nur mit kurzem Erfolg und eine neue Sicherheit (Test) muss her. Das spricht eigentlich sehr für Zwangsgedanken.

Wie läuft es in deiner Therapie? Wie arbeitet ihr da? Wie ist es in der Zwischenzeit gelaufen?
Liebe Grüße von
Marika

Diagnose:
schwere PPD 2005
heute völlig beschwerdefrei mit 10 mg Cipralex

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