Aufbauhilfe/ Gleichgesinnte gesucht

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Jukr17
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Aufbauhilfe/ Gleichgesinnte gesucht

Beitrag von Jukr17 » 09:01:2018 14:43

Hallo Mädels,
habe lange überlegt hier meine Geschichte zu schreiben, aber heute brauche ich doch eure Unterstützung.
Zu meiner Geschichte:
Nach der Geburt meines 1. Sohnes im Juni 2011 ging es mir ab dem 5. Tag plötzlich sehr schlecht. Hatte das Gefühl ich müsse im Krankenhaus sterben ( hatte Herzrasen und totale Panik). Die Schwestern konnten mit nicht helfen, somit rief ich meine Mama an und diese kam sofort und ich ging mit iht in den Park und erzählte ihr meine Symptome. Aus dem Krankenhaus entlassen fühlte ich mich wie in einer anderen Welt. War wie in einer Blase und konnte mich selbst nicht mehr steuern. Habe es irgendwann mit Hilfe der Familie selbst in den Griff bekommen, weil es kein Arzt erkannt hat..in der Kur nach 2 Jahren wurde dann festgestellt, dass ich wohl eine Wochendepression aufgrund der Geburt und den Ablauf dieser hatte. ( Einleitung am 8. TAG über ET dann Kaiserschnitt nach Geburtsstillstand 13 Stunden wehen, und nach op 3 stunden im Aufwachraum ohne Kind).
2015 haben wir ein neues"altes" Haus gekauft und dieses über 1 Jahr renoviert. Damit auch Platz für ein evtl 2. Kind ist.
> Nun haben wir uns 2016 entschieden Baby 2 zu planen und Ende 2016 hieß es schwanger. Freute mich riesig und plante die Geburt in einem anderen Krankenhaus und mit einer anderen Hebamme.
> Sohn Nummer 2 wurde nach 7 Tage über ET eingeleitet und am Tag 11 über ET per Kaiserschnitt entbunden, weil ich einfach nicht mehr konnte und nichts vorwarts ging trotz wehen. Das war am 11.9.17
> Alles geschah nach meinem Wunsch im Gegensatz zur 1. GEBURT und es war trotzdem toll. Durfte sogar am Tag 4 nach Kaiserschnitt heim, weil ich unbedingt raus wollte.
> Insgesamt hatte ich ca 6 Wochen eine gute Zeit und dachte auch diese komische Phase würde nicht mehr kommen. Hab es sogar insgeheim gefeiert.( das war Mitte Oktober) Leider 2 Tage später bekam ich Nachts ne Panikattake mit Herzrasen Durchfall und dachte ich müsse sterben... Richtig schrecklich. Bin dann morgens zum Hausarzt. Der testete auf Magen Darm. Obwohl ich ihn meine Befürchtung schon äußerte ( Wochenbettdepression oder es stimmt mit der Schilddrüse etwas nicht). Nach über einer Woche bekam ich das Ergebnis es liege nicht am Magen Darm. Der Serotonin Spiegel wäre erhöht, aber bei einer stillenden Mama völlig o.k. Schilddrüse i.o. Hashimoto nicht getestet, obwohl ich mal due Info bekam, dass ich es habe.
Evtl solle ich mal zum Neurologen.
Mich nicht richtig verstanden gefühlt , bin ich heim und versuchte es wieder selbst.
> Leider hatte ich seitdem häufig Heulkrämpfe und konnte nicht schlafen, deshalb bin ich doch zur Neurologin ( meinem großen könnte ich so eine heulende elende Mama ja nicht zumuten, er fragte sogar schon : Mama, musst du jetzt sterben) und die stellte die Wochenbettdepression fest.
Am Anfang bekam ich ein Antidepressiva bei dem ich fast völlig wahnsinnig wurde und bin dann zum Kollegen der Neurologin ( die hatte frei) der hat mir sofort eine Lorazepam oder so zum lutschen gegeben, weil ich dort heulend zusamnen gebrochen bin und ich sollte die Antidepressiva absetzen , dort bekam ich dann auch für das Wochenende Lorazepam verschrieben, diese sollte ich ruhig nehmen. Den Montag danach war die Neurologin wieder da und sie verschrieb mir 70 mg Venlafaxin. Mit dem Lorazepam sollte ich weiter machen, bis das Antidepressiva wirkt. Seit ca 5.12 . Hatte ich es langsam ausgeschlichen und soll jetzt nur bei bedarf ne viertel bis halbe nehmen.
Am 11.12. Fing dann wieder diese Panikattakenu d Heulkrämpfe an diesmal nicht nur Tageweise wie sonst, sondern bis 16.12. Hab da dann 70 mg plus 37.5 mg zusätzlich verschrieben bekommen. Und bei Bedarf die Lorazepa.
Bis heute war seit dem 17.12. Alles prima. Die Feiertage waren super und entspannt... Sylvester würde bei ner Freundin im kleinen Kreis gefeiert und in den Ferien waren wir mit dem großen sogar 4 mal zum Hallentunier. Ich hätte Spaß und fing jetzt sogar wieder an Schränke zu ordnen, die mich schon lange störten und die ich bisher nie geschafft hatte zu sortieren. War richtig stolz auf mich.
Heute morgen werde ich wach und merkte schon, dass es kein guter Tag wird.
Den großen zur Schule gebracht... heim ... Und dann erstmal geheult.... da es trotz Wanne und sonstigem ablenken absolut nicht ging... musste ich heute morgen wieder ne Lora nehmen... ärgere mich so, dass ich mich nicht unter Kontrolle habe.
Es war doch alles wieder gut.
Wem geht oder ging es auch so... wie wurde es bei euch besser?
Noch zu meiner Person:
36 Jahre verheiratetzur seit in Elternzeit Bankangestellte
Mann 35 arbeitet viel vor sieben aus dem Haus 18 Uhr wenn es gut läuft daheim.
1. Sohn 6 geht jetzt seit August 17 in die Schule
2. Sohn ganz lieb und ausgeglichen, hat einen guten Rhythmus schläft gut. Kein Grund zur Beschwerde

Kathi1801
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Re: Aufbauhilfe/ Gleichgesinnte gesucht

Beitrag von Kathi1801 » 09:01:2018 17:35

Hallo :)

Es tut mir leid das es dir nicht gut geht!

Ich bin und gehe noch durch das gleiche Schicksal.
Du musst dich auf keinen Fall über dich selbst ärgern
Die Krankheit hat eine so enorme Kraft du kannst dich nicht zusammen reißen und das brauchst du auch nicht.
Du bist krank geworden und das muss behandelt werden.
Ganz wichtig stell klar wie schlimm es dir geht.
Du brauchst einen guten Neurologen/Psychiater & eine Therapie die meisten machen hier meine ich eine Verhaltenstherapie.
Du kannst dich hier ja mal ganz in Ruhe um schauen da kannst du auch immer für dich Informationen raus ziehen.

Und es werden unglaublich viele Mamas nach der Geburt krank,aber es gibt Hoffnung das wir alle wieder gesund werden.
Ich glaube daran.

Liebe Grüße Kathi
PPD direkt nach der Geburt -> 04.12.15
Milna Neurax 50mg
50mg Valdoxan
900mg Lithium

Mawer
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Re: Aufbauhilfe/ Gleichgesinnte gesucht

Beitrag von Mawer » 10:01:2018 0:20

Hallo Jukr17,
Bin auch neu hier und muss mich noch vorstellen, aber wollte trotzdem schon mal antworten.
Es ist gut, dass du dir so schnell Hilfe gesucht hast und mit Venlafaxin hast du ein sehr gutes Mittel, aber die brauchen ja alle so 4-6 Wochen bevor sie richtig wirken und die Aufdosierungszeit zählt da leider nicht mit. Da ist also noch eine weitere Besserung in den nächsten 14 Tagen zu erwarten. Und ganz wichtig: auch dann darf man mal einen schlechten Tag haben! Das ist keine Niederlage oder Schwäche! Man kann es sich nicht aussuchen. Haben nicht depressive ja auch! Dadurch bloß nicht verrückt machen!
Würde auch noch zu einer Verhaltenstherapie raten wenn du das zeitlich irgendwie unterbringen kannst. Die Kombination Med+Therapie wirkt dtl. besser als nur Medikamente, und gerade bei Angst/Panik ist Verhaltenstherapie das beste. Das man mit dem Lorazepam aufpassen muss weil das leicht abhängig machen kann hat dir die Neurologin ja wahrscheinlich schon gesagt.
Gute Besserung, viel Kraft und ganz liebe Grüße,
Mawer

Jukr17
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Re: Aufbauhilfe/ Gleichgesinnte gesucht

Beitrag von Jukr17 » 10:01:2018 9:14

Vielen Dank, dass ihr beiden euch so fix gemeldet habt.
An Therapie ist wohl vorerst nicht zu denken sagt die Neurologin, muss erst stabil bleiben.
Ich finde es nur so ärgerlich, wenn man dann so viele Tage hat die so schön waren ( quasi wie vorher), dass die Hoffnung von Tag zu Tag größer wird die Krankheit überwunden zu haben. Und dann kommt das Loch und man wird wieder zurück geworfen.
Hab auch jetzt gerade den großen zur Schule gebracht und der kleine schläft im Maxi Cosi und jetzt merke ich schon wieder das Bauchgrummeln, das Kältegfühl mit Gänsehaut und habe das Gefühl es überkommt mich gleich wieder. Will es aber nicht und möchte mich dagegen wehren.... aber wie
Und jetzt überlege ich gleich doch nochmal ne Lora zu nehmen, damit es ersr nicht soweit kommt.
Aber ich war doch so stolz das Zeug los zu sein.
Spricht wirklich nichts dagegen es ab und zu mal ne viertel zu nehmen, wenn man meint es überkommt einen ( so wie die Neurologin sagt).? Will wirklich nicht davon abhängig werden... hatte noch nie was mit Suchtmittel am Hut.
Lg
Julia

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Marika
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Re: Aufbauhilfe/ Gleichgesinnte gesucht

Beitrag von Marika » 11:01:2018 9:06

Herzlich Willkommen liebe Julia!

Schön, dass du da bist. Ich finde es auch toll, dass du dir schon Hilfe geholt hast - super gemacht. Wichtig fände ich auch, dass man deine Schilddrüse nochmal anschaut - du schreibst man hätte dir schon mal gesagt, dass du Hashimoto hast? Und dein Hausarzt hat sie nicht testen lassen? Wenn das so ist - unbedingt nochmal ansprechen auf einen Test bestehen!!! Wer hat dir denn damals den Hinweis auf Hashimoto gegeben, der selbe Arzt?

Ansonsten machst du alles richtig. Wenn du eine Lorazepam nimmst, ist das kein Versagen, denn dafür ist dieses Medikament ja da. Um schwierige Phasen ab zu fangen. Leider kommen am Anfang noch öfter solche Tiefs vor, das kennt jede von uns. Auch ich hatte so ein Medikament, um im Notfall gar nicht erst in die Angst-Panik-Spirale zu fallen.

Wegen der Therapie: Ich habe gleich damit begonnen, nur gingen wir am Anfang als es mir sehr schlecht ging, nicht in die Tiefe. Ich würde an deiner Stelle jetzt schon nach einem Therapieplatz schauen, denn meistens hat man doch einige Monate Wartezeit. Bis dahin wärst du sicher schon stabiler. Vielleicht magst du dir auch Bücher zur Selbsthilfe besorgen, mir hat das ebenfalls sehr geholfen.

Ich hoffe, du fühlst dich hier gut aufgehoben. Frag alles was dir auf der Seele brennt, oder heul dich einfach nur aus, wenn dir danach ist.
Liebe Grüße von
Marika

Diagnose:
schwere PPD 2005
heute völlig beschwerdefrei mit 10 mg Cipralex

Jukr17
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Re: Aufbauhilfe/ Gleichgesinnte gesucht

Beitrag von Jukr17 » 11:01:2018 22:21

Liebe Marika,
Ja. Der Hausarzt hatte das vor Jahren mal gesagt. Dann hatte ich anscheinend keine Anzeichen/ Entzündung mehr und dann sagte die Vertretung wieder doch Hashimoto. Hatte mal 25 mg Lthyrox und dann 2 Jahre nicht. Wurde dann nicht schwanger und bekam den Tipp Schilddrüse überprüfen( wert im Blut war bei 1.81 noch o.k. aber grenzwertig) hab dann 4 Monate wieder 25 mg L thyrox genommen. Bin dann schwanger geworden und hab bis zur ssw 30 die 25 mg weiter genommen. Da hatte ich dann auch Nachts mal so Herzrasen und konnte nicht schlafen. Dachte ich sterbe, weil auch mein Arm so taub war. Und ständig müde und kraftlos. (Blutwerte 0.4 Schilddrüse) Sollte dann Eisen und Vitamin D nehmen und die L Thyrox absetzen. Das alles durch den Hausarzt.
Hab dann trotzdem Rücksprache mit der Frauenärztin gehalten, weil ich in der Schwangerschaft nicht einfach ein Medikament absetzen wollte. Die meinte... 25 mg... das ist dich Homöopathisch ... kein Problem weglassen. Also hab ich es gemacht.
Als das jetzt 6 Wochen nach der Geburt wieder diese Symptome hatte, dachte ich zuerst an die Schilddrüse. Aber der Wert TSH liegt bei 1.0 völlig mittig und das erfordert wohl keine weitere Blutanalyse des T3 und T4.
Hab dann notfallmäßigbei einer Endokrinologin angerufen und die machten mich nur blöde an, dass es ja kein Notfall sei und sie nehmen auch keine neuen Patienten mehr.
Somit hab ich mir hilfe bei der Neurologin gesucht.

Zu deinem Hinweis mit nem Buch, welches kannst du empfehlen?
Und wo bekomme ich einen Therapieplatz? Bei der Neurologin oder wer macht sowas? Entschuldige das ich so blöde Frage.

Was mich noch interessiert. Wie lange dauert eine Heilung ungefähr? Ich weis das es bei jedem Unterschiedlich ist... aber ein Ungefährer Zeitraum würde mir Hoffnung geben ... denn ich warte schon jetzt jeden Tag auf ein Klick... aber befürchte das es diesesmal nicht nach 6 Monaten vorbei ist.

Lg
Julia

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Marika
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Re: Aufbauhilfe/ Gleichgesinnte gesucht

Beitrag von Marika » 12:01:2018 8:58

Hallo Julia,

es gibt keine blöden Fragen.... :wink:

Es gibt Psychiater die Therapien anbieten - sie dürfen gleichzeitig auch Medikamente verschreiben. Neurologen verschreiben nur Medis. Therapeuten findest du glaub ich bei euch in Deutschland auf Listen, die bei jeder KK aufliegen (ich bin aus Österreich, bei uns läuft das etwas anders). Dein Hausarzt kann dir z.b. eine Überweisung für eine Therapie ausstellen und damit kannst du dann bei den Therapeuten anrufen. Auch im Telefonbuch (gelbe Seiten) wirst du fündig, oder auf unserer Startseite. Da gibt es eine Rubrik "Fachleute". Dort sind Therapeuten, Ärzte usw. aufgelistet, die mit Schatten und Licht zusammen arbeiten. Du kannst natürlich auch deine Neurologin wegen einer Therapie ansprechen - ob sie eine Überweisung ausstellt, weiß ich jetzt gar nicht. Oft sind Neurologen sehr stark Medikamenten orientiert und lehnen Therapien oft eher ab. Lass davon aber nicht beeinflusse, schau dass du an einen Therapeuten kommst. Auch deine Frauenärztin wäre Ansprechpartner.

Ich bin selber von der SD nicht betroffen, finde aber man sollte da unbedingt nochmal nachschauen. Es gibt ja auch bestimmte Unterwerte, die man im normalen Blutbild nicht sieht, glaube ich. Du könntest aber einen neuen Beitrag aufmachen und in der Überschrift gezielt auf die SD hinweisen - dann melden sich die Betroffenen die sich da sehr gut auskennen.

Wegen Bücher: am besten du stöberst mal bei Amazon. Ich habe hier eher "ältere", da meine PPD schon 13 Jahre her ist. Dann gibt es glaube ich im Unterforum "Allgemeines" einen Beitrag "Bücher". Musst du mal schauen. Aber bei Amazon kannst du gut online jede Menge finden.

Wie lange die Heilung dauert ist wirklich fast unmöglich zu sagen. Bei mir dauerte es 1 ganzes Jahr, bis ich halbwegs über dem Berg war. Aber erst nach 2,5 Jahren war ich soweit, dass ich die Therapie beenden konnte. Das ist eine lange Zeit, bei manchen geht's schneller, andere brauchen noch länger. Je eher und schneller du alles in die Wege leitest (SD, Therapie und natürlich auch alles andere was helfen kann z.B. Alternative Medizin), um so eher geht es dir besser!

Schau auch mal hier - sehr gute Infos:
viewtopic.php?f=11&t=6668&sid=16620b802 ... 0a9e17385d
Liebe Grüße von
Marika

Diagnose:
schwere PPD 2005
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Jukr17
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Re: Aufbauhilfe/ Gleichgesinnte gesucht

Beitrag von Jukr17 » 15:01:2018 9:39

Hallo ihr Lieben,
Ich bin es wieder. Seit letzten Dienstag habe ich ja wieder diese Tiefs. Frage mich jetzt ob es so normal ist oder ob ich kurz vor nen Zusammenbruch stehe.
Also Dienstag ging es ja wieder los gab dann die " Notfall" viertel Lorazepam genommen.
Mittwoch war es so schlimm, dass och erst mit ner halben so einigermaßen den Tag überstanden hab.
Donnerstag wurde ich früh von meinem Mann geweckt, weil nebenan bei meinen Eltern ein Wasserschaden war und da papa in Kur ist hab ich mal meiner Ma geholfen ( sonst ist sie ja viel für mich da)... da ging es echt gut hab sogar späße gemacht. Gegen Abend merkte ich aber wieder so ein kribbeln und ich ahnte schon.
Freitah morgen habe ich so gerade eben den großen zur Schule gebracht und dann war es so schlimm, dass ich wieder ne halbr nahm und meine Mama ( weil sie arbeiten musste) Schwiegereltern zu mir bestellt hat. Hatte richtig schlimme Heulkrämpfe.
Samstag hab ich ne viertel genommen und gestern keine.
Heute Nacht allerdings ging es wieder los. Ne viertel in der Nacht genommen, damit ich schlafen konnte.

Hab die Neurologin schon angerufen, warte jetzt auf einen Rückruf.
Habe voll schiss, dass die Dosis Antidepressiva 70 und 37.5 mg Venlafaxin nicht mehr reicht und ich erhöhen.

Gerade Rückruf erhalten. Die dosis ist wohl zu gering. Soll auf 150 gehen... ist das bei euch auch so.
Ich stille ja noch. Sie meint das geht noch sollte aber meinen plan verwirklichen so langsam alles umzustellen.
Von heute auf morgen aber nicht mehr zu stillen, würde mir das herz brechen.
Fange gerade mittag mit brei an und in 3 Wochen abends... dann wollte ich nachmittags versuchen ne Flasche, damit wäre ich nur bei Nacht und morgens stillen.

Was haltet ihr davon und hattet ihr auch so lange Tiefs?
Lg
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Re: Aufbauhilfe/ Gleichgesinnte gesucht

Beitrag von Marika » 16:01:2018 8:57

Hallo Julia,

ich hatte ein Jahr lang - auch mit Medikamenten - teils heftige Tiefs. Die meisten Frauen hier machen diese Erfahrung - leider liegt das in der Natur der Erkrankung. Gute und schlechte Phasen wechseln sich gerade am Anfang noch oft ab. Du wirst aber mit der Zeit merken, dass die Tiefs weniger und weniger heftig ausfallen. Diese Tiefs können schon bei kleinen Alltäglichen Belastungen auftreten, einfach weil man noch sehr angeschlagen ist. Bis diese "Wunde" verheilt ist, dauert es seine Zeit.

Die Erhöhung ist in meinen Augen richtig, 37,5 mg sind viel zu wenig um stabil zu werden. Die meisten die ich kenne nehmen von deinem AD 150 mg. Und stillen ist ja lt. deiner Ärztin möglich.

Es ist verständlich, dass du verunsichert bist, aber deine Erkrankung und die Medi Einnahme ist noch sehr frisch. Leider braucht es viel Geduld und Zeit, bis eine dauerhafte Besserung eintritt. Gerade in so schlechten Phasen ist dieses Forum hier Gold wert. Du kannst alles Fragen und dich auch mal ausheulen. Wir sind sehr gerne für dich da!
Liebe Grüße von
Marika

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