Sertralin und nebenwirkung / wirkung

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Marika
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Re: Sertralin und nebenwirkung / wirkung

Beitrag von Marika » 20:06:2016 6:17

Auf jeden Fall weiter nehmen - die lichten Momente sind ein Zeichen, dass eine Wirkung eintritt. Es dauert einige Wochen, bis man eine spürbare Wirkung hat. Von Mitte Mai bis jetzt ist noch nicht das Maß aller Dinge.
Liebe Grüße von
Marika

Diagnose:
schwere PPD 2005
heute völlig beschwerdefrei mit 10 mg Cipralex

The Secret
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Re: Sertralin und nebenwirkung / wirkung

Beitrag von The Secret » 20:06:2016 23:22

Da stimme ich Marika zu. Ist nicht wie eine Ibuprofen die nach 15 Minuten volle Wirkung bei Kofschmerzen gezeigt hat. Das ist schon sehr komplex was da im zentralen Nervensystem von statten geht bzw "repariert" werden muss. Das dauert. Wenn du dich mit der Thematik mal beschäftigst wirst du auch verstehen warum solche Nebenwirkungen auftreten. Wie gesagt. Zentrales Nervensystem, Synapsen etc. das sind alles Dinge die mit unseren Sinnen zu tun haben...Schwindel, benebelt fühlen etc das führt alles darauf zurück dass dein Hirn quasi grad wieder auf Werkseinstellung gesetzt wird :-D

Bei mir war auch viel Magen Darm mit im Spiel zum Bsp super oft Stuhlgang gehabt, weil auch hier das Nervensystem da mitbeeinflusst hat. Hängt alles zusammen.

Halt aber immer Rücksprache mit deinem Arzt über dein Empfinden, denn der kennt deine Daten wie Größe Gewicht und weitere Dinge die Vllt wichtig sein können um 100% richtig beurteilen zu können, ob alles noch im grünen Bereich so ist.
1. Kind Mai 2011 (keine Symptome)
2. Kind Juni 2014 (keine Symptome)
Symptome 1 Jahr später also seit Juni 2015
Sertralin 25mg seit 28.7.15, 50 mg seit 4.8.15
Symptome: Depressionen, Ängste, Zwangsgedanken, Panikattacken
Diagnose unklar: PTBS, PPD, Burn Out, Östrogenmangel, ...
Verhaltenstherapie von August 2015 bis Dezember 2016.
August 2016 1. Ausschleichversuch gescheitert.
Seit Anfang Januar 2017 zweiter Ausschleichversuch.


ydami
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Re: Sertralin und nebenwirkung / wirkung

Beitrag von ydami » 04:08:2017 12:35

Hallo

Ich wende mich hier an das Forum, weil meine Mutter unter starker Depression und Panik leidet. Alles fing im im Januar 2017 an. Leider hat sie davor mitte 2016 auf eigene Faust die damalige Tablette abgesetzt, weil sie dachte ihr geht es gut. Leider holte sie es wieder ein. Sie hat danach selbst Arzt gespielt und Tavor unkontrolliert eingenommen und plötzlich wieder abgesetzt. Mitte April war dann der Höhepunkt, mit einer fast 3 tätigen Schlaflosigkeit, erreicht. Totaler Zusammenbruch. Diagnose schon im Februar: agitierte Depression/Angst- und Panikattacken. Ab dann hat sie jeden Abend 45 mg Mirtazapin eingenommen. Nach ca. 2 Monaten hat sich der Schlaf stabilisiert, aber ihre Agitiertheit hat sie nicht losgelassen. Es gab zwar hin und wieder mal gute Momente, insbesondere abends konnte sie entspannen und hat sich gut gefühlt. Da aber ihr Tag trotzallem sehr mühselig und schwer von statten ging und sie kaum etwas machen konnte, die Unruhe hat sie lahm gelegt, hat sie seit 11.07.2017 Sertralin bekommen (diese hatte sie letztes Jahr auch und innerhalb von 4 Wochen ging es ihr besser, daher das abrupte Absetzen). Die erste Woche 25mg, die zweite dann 50mg. Diese 2 Wochen waren grauenhaft. Sie hat wirklich alle Nebenwirkungen durchlebt. Ihre Panik wurde schlimmer und der ganze Körper hat gezittert.
Mittlerweile (3,5 Wochen) hat sich die Angst und Panik deutlich minimiert, lediglich diese imense Unruhe macht sie wahnsinnig. Morgens fängt es leicht an und findet ihren Gipfel nachmittags und gegen Abends wird es einigermaßen besser, sogar 2 Abende an denen es ihr sogar mal gut ging. Aber halt immer 1-2 Std. bevor sie wieder schlafen geht. Der mitkommende Kopfdruck macht alles noch schlimmer. Sie versucht trotzallem positiv zu bleiben, aber wenn die Unruhe sie innerlich zerreisst, geht garnichts mehr, ausser bittlerlich zu weinen.

Kann mir irgendjemand hier helfen, mein Vater und ich sind am verzweifeln! Ich habe mir zwar schon 4 Seiten hier zu diesem Thema durchgelesen und es war, als würde meine Mutter darüber berichten, daher wende ich mich auch an dieses Forum.

Geht diese Unruhe weg? Ist es ein gutes Zeichen, dass sie ab und an lichte Momente/Abende hat? Sie geht viel an die frische Luft, hat seit 1,5 Monaten mit einer Therapie begonnen, welches gut tut, seitdem kann sie reden und weint auch viel, da sie sehr viel zu verarbeiten hat.

Ab wann können wir mit besseren Tagen rechnen? War diese Unruhe für euch so schrecklich? Was habt ihr in diesen Momenten getan, um diese Unruhe auszuhalten?

Ich würde mich sehr freuen, wenn ich ein paar Tipps erhalten kann und wünsche jedem viel Kraft und Geduld.

Damla

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