Mutter-Kind Therapie/ wie läuft das ab?

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Reginald

Mutter-Kind Therapie/ wie läuft das ab?

Beitrag von Reginald » 13:01:2016 19:09

Hallo,
Wir haben ja heute erreichen können das sich eine Pychaterin für uns einsetzt damit wir auf eine Mutter-Kind Station aufgenommen werden.
Aber ich hab jetzt voll die schlimmen Gedanken und voll Angst davor denn ich habe jetzt mehrfach gelesen das man gar keine Therapien mit dem Kind hat sondern diese Kinder in die Krippe müssen wärend man selber Therapien hat.
Ist das wirklich so? Da kann ich meine 4 Monate alte Tochter doch auch bei meinem Mann lassen.
Ich mein es geht in meinem Fall doch darum das ich lerne mit dem Stress mit meinem Kind umzugehen, ist doch Quatsch wenn mir der Stress dann weg genommen wird oder?
Ich kann mir nicht vorstellen mein Kind mit 4 Monaten schon irgendwelchen Fremden anzuvertrauen vor Allem weil ich im KH schon so enorme Probleme hatte sie den Schwestern zu überlassen.
Wie sind eure Erfahrungen?
Danke!

Sanna
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Re: Mutter-Kind Therapie/ wie läuft das ab?

Beitrag von Sanna » 13:01:2016 20:03

Hallo!

Ich war in Herten auf der Mutter-Kind-Station und hatte Therapien mit und ohne Kind. Wenn ich alleine Therapie hatte, wurde mein Sohn auf der Station betreut. Dort gab es Kinderkrankenschwestern und -pfleger, die sich ganz toll gekümmert haben.

Und dann hatten wir auch gemeinsame Therapien. Einzel, also nur wir beide und Gruppenangebote, wie Spielgruppe oder Babymassage.

Es ist ganz wichtig bei einer PPD, dass die Mutter MIT Kind therapiert wird. Das verspricht die besten Aussichten auf Erfolg.

Ganz, ganz toll, dass du nochmal dorthin gegangen bist!! Ich bin so stolz auf dich. In welche Klinik sollst du denn wenn gehen? Vielleicht hat dort ja schon jemand Erfahringen gemacht.

Und dein Mann wird die Bindung zu sriner Tochter nicht verlieren. Sobald es dir besser geht darfst du ja auch an den Wochenenden heim.

LG, Sanna
schwere PPD 2012, heute komplett symptomfrei

Reginald

Re: Mutter-Kind Therapie/ wie läuft das ab?

Beitrag von Reginald » 13:01:2016 20:24

Das mit dem Wochenende habe ich mir dann heute auch gedacht. Zumindestens kenne ich das so von früher in der normalen stationären Therapie allein.

Also wir würden nach Altscherbitz ins Parkkrankenhaus in Sachsen gehen, denn ein andere Mutter-Kind Klinikum gibt es nicht in unserer Nähe, also für die Stationäre Aufnahme.

Ich hoffe doch sehr das es in diesem KH auch üblich ist wie du es sagst denn sonst sehe ich da absolut keinen Sinn drin. Da würde ich mich sehr schlecht fühlen und ich denke auch die Bindung wieder verlieren (das war am Anfang ein großes Problem bei uns und ist es zeitweise immer wieder, ich denke dann sie ist nicht mein Kind sie sieht in meinen Augen dann auch anders aus und ich will mit ihr nichts zu tun haben weil ich der Ansicht bin jemand hätte sie vertauscht).
Ich hab große Angst davor und möchte ja vor Allem die Bindung trainieren.

Ich hoffe so sehr das das dort alles so passt. Hier hatte leider nur mal jemand nach Erfahrungen aus der Klinik gefragt aber niemand hatte geantwortet....
Mal sehen... Ich wäre nur sehr enttäuscht wenn es nicht passend für unsere Situation wäre aber man soll ja nicht vom Schlechten ausgehen.

Mir geht gerade so viel sinnloses im Kopf rum wie:
Muss ich da Spielzeug mitbringen? Darf meine Tochter bei mir im Zimmer schlafen? Nehmen sie mir die Kleine da einfach weg wenn sie meinen das ich "überfordert" bin? Kann ich dem allem vertrauen? Wird mein Mann uns unterstützen? Mute ich meinem Kind und meinem Mann zuviel zu?

Oh man ich hoffe es ist nicht so lange hin bis dahin denn sonst drehe ich durch. Jetzt hab ich noch mehr Sorgen im Kopf...

Danke für deine Erfahrung!

Pippilotta
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Re: Mutter-Kind Therapie/ wie läuft das ab?

Beitrag von Pippilotta » 18:01:2016 10:29

Hallo reginald!

Ganz toll, dass du mit deinem Kind stationär gehst! Das wird euch beiden helfen.
Wenn du magst, schreib mal die emliy10 an, die auch die Frage nach den Kliniken in Sachsen gestellt hat. Sie war mit ihrer Tochter im Dezember in Leipzig in einer Klinik, ich weiß aber nicht in welcher.

Ich wünsche dir viel Kraft und alles Gute!

Pippilotta
Tochter geboren 02/2013 --> PPD 03/2013 mit 40mg Citalopram; 8 Wochen psychiatrische Klinik
Citalopram ausgeschlichen ab 01/2014 und abgesetzt 04/2014
Beschwerdefrei und glücklich bis 10/2015
Schwangerschaftsdepression 10/2015
2. Tochter geboren 11/2015 --> PPD direkt nach Geburt mit 40mg citalopram; 5 Wochen psychiatrische Klinik
Seit April 20mg Citalopram

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